Explosion im Gase-Center Lüdenbach in Eitorf

Bei einer Explosion auf dem Werksgelände der Firma Lüdenbach im Gewerbegebiet Altebach ist am späten Freitagnachmittag ein Arbeiter schwer verletzt worden. Wie die Feuerwehr auf Anfrage von General-Anzeiger Online bestätigte, waren mehrere Gasflaschen explodiert.

Eitorf. Bei einer Explosion auf dem Werksgelände der Firma Lüdenbach im Gewerbegebiet Altebach ist am späten Freitagnachmittag ein Arbeiter schwer verletzt worden. Wie die Feuerwehr auf Anfrage von General-Anzeiger Online bestätigte, waren mehrere Gasflaschen explodiert, nachdem es bei routinemäßigen Arbeiten zu einem Brand gekommen war.

Durch die Wucht der Explosion flogen Splitter bis zu 200 Meter weit durch die Luft und schlugen teilweise in benachbarte Dächer ein.

Aufgrund der direkten Nähe zum Werksgelände des Feuerwerkshersteller Weco wurde der Einsatz mit einem hohen Kräfteansatz angegangen: Rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Eitorf, Hennef und Windeck sowie Notärzte und Rettungsassistenten wurden über die Leitstelle des Rhein-Sieg-Kreises zu dem Unfallort beordert. Im Einsatz waren auch der Rettungshubschrauber Christoph 3 sowie ein Hubschrauber des ADAC.

Der 39-jährige Mitarbeiter der Firma, der bei der Explosion schwer verletzt wurde, musste mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Zudem wurden zwei Feuerwehrmänner bei den Arbeiten leicht verletzt.

Nach Angaben des Feuerwehrsprechers konnten die Einsatzkräfte die Lage bis zum frühen Abend unter Kontrolle bringen. Um weitere Explosionen zu verhindern, wurden mehr als 100 Gasflaschen auf dem Werksgelände aus sicherer Entfernung mit Hilfe von Schaumwasserwerfer gekühlt. Rund 30 Polizeibeamte waren mit umfangreichen Absperr- und Ermittlungsmaßnahmen beschäftigt.

Das Eitorfer Unternehmen vertreibt technische und medizinische Gase, darunter Helium, Propan, Acetylen, Kohlendioxid und Stickstoff. Da das Unternehmen derzeit umzieht, waren glücklicherweise nicht allzu viele Gasflaschen im Lager.

Ein Lagerschuppen wurde durch den Brand völlig zerstört. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.