Kiga Rauschendorf

Elternsprecher Jung: "Das ist nur ein Teilerfolg"

Im Zentrum: Zuerst hat die Kirche der Kindergartenleiterin Bernadette Knecht gekündigt, nun hat die Stadt der Kirche gekündigt. Das Foto entstand im März 2011.

RAUSCHENDORF. Im Streit um den Kiga Rauschendorf hoffen die Eltern jetzt auf die Stadt - die ihnen gegenüber ein Versprechen gemacht habe.

Wenn sie es darauf anlegen würden, könnten die Eltern des katholischen Kindergartens in Rauschendorf republikweite Bekanntheit erlangen. Stern-TV und eine große Boulevardzeitung haben angefragt, die "Zeit" hat bereits berichtet.

Zwei Tage nach dem Beschluss des Jugendhilfeausschusses, die Trägerschaft mit dem Kirchengemeindeverband zum 31. Juli 2013 ordentlich zu kündigen, ist die Sache weiter in Bewegung. Schließlich wurde dem Wunsch der Eltern nach einer außerordentlichen Kündigung nur teilweise entsprochen, nachdem die Kirche der Kindergartenleiterin zum 30. Juni 2012 gekündigt hat, weil sie bei ihrem neuen Partner eingezogen ist.

Offen ist, was zwischen dem 30. Juni 2012 und dem 31. Juli 2013 mit Bernadette Knecht und den Kindern passiert.

"Das ist nur ein Teilerfolg. Es bleibt aber ganz viel Hoffnung", sagt Peer Jung, der Sprecher der Eltern. Bürgermeister Peter Wirtz habe ja versprochen, dass sich die Stadt nun an den Träger wenden würde.

"Das Bistum hat gesagt, das Kindeswohl sei entscheidend. Die Frage ist, ob das heißt, wie sich die Kinder am wohlsten fühlen", so Jung. Die Eltern wollten weiter einen christlichen Träger. Im Jugendhilfeausschuss wurde die evangelische Kirche als mögliche Nachfolgerin genannt.

Das können jedoch nicht die Eltern entscheiden, sondern ist erneut eine Aufgabe für den Ausschuss nach Gesprächen der Verwaltung mit potenziellen Trägern.

Den Eltern wäre es natürlich am liebsten, wenn der katholische Kirchengemeindeverband sich früher zurückziehen würde und ein neuer Träger in den bestehenden Vertrag eintreten würde.

Diskutieren Sie im Blog mit GA-Redakteurin Katrin Janßen.