Eines der "sichersten Tagungszentren der Welt"

<b>Beeindruckend:</b> Die hydraulische Teleskop-<br>Hubarbeitsbühne

<b>Beeindruckend:</b> Die hydraulische Teleskop-<br>Hubarbeitsbühne

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung in Bonn stolz auf sein Gebäudemanagement

Bonn. Zu den "sichersten Tagungszentren der Welt" gehört nach Ansicht des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) das Internationale Kongresszentrum Bundeshaus Bonn (IKBB) mit Abschluss der rund 3,7 Millionen Mark teuren vorbeugenden Brandschutzmaßnahmen. Das BBR und dort vor allem die Gebäude- und Liegenschaftsbetreuung, Controlling-Institution (GCI), ist zuständig für das technische und infrastrukturelle Gebäudemanagement im IKBB.

Dazu gehören auch die Pflege der technischen Außenanlagen und der Grünflächen (mehr als 50 000 Quadratmeter) sowie die Reinigungsarbeiten (rund 35 000 Quadratmeter zuzüglich 2 000 Quadratmeter küchentechnische Flächen und rund 3 000 Quadratmeter Bodenfläche der Technikzentralen und Lagerkapazitäten). Diese Einzelheiten nannte Jörg Damm, federführender Objektingenieur IKBB beim GCI im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, dem General-Anzeiger bei einem Treffen vor Ort.

Um den Plenarsaal kongresstauglich zu machen und zu halten - laut Kongress- und Verkaufsleiter Jan Grunder vom Interimsbetreiber Maritim sind es ungefähr 15 Veranstaltungen im Monat mit durchschnittlich 450 bis 500 Teilnehmern -, sei der Veranstaltungsbetrieb seit Eröffnung im November 1999 schon zwei Mal unterbrochen worden. Nachdem im Sommer 2000 die Großrenovierung des IKBB mit Installation eines IT-Netzes anstand, wurde der Plenarsaal in diesem Sommer zwei Monate geschlossen, um die vom Kölner Regierungspräsidenten verfügte Verbesserung des Brandschutzes auszuführen. Zuvor, so Damm, "wurden alle Veranstaltungen durch zusätzliches Personal wie zu Zeiten des Parlamentsbetriebes abgesichert".

Rechtzeitig vor Beginn der Herbstkongresse wurden unter anderem eine zusätzliche Fluchttreppe eingebaut und die klima- und tontechnischen Anlagen instandgesetzt. Ebenfalls auf seine Zuverlässigkeit geprüft beziehungsweise auf den neuesten technischen Stand gebracht wurde die hydraulische Teleskop-Hubarbeitsbühne im Plenarsaal. Von den Mitarbeitern wegen seiner beeindruckenden Ausmaße liebevoll "Dino" genannt, ist das im Boden versenkbare Arbeitsgerät ein "technisches Multitalent" für Reinigungen, Auf- und Abbauten oder den Technikservice zum Beispiel an Kameras oder Lautsprecherampeln.

Nicht ohne Stolz sagt Damm, dass während der beiden Sommermonate durch "sorgfältige Vorbereitung und Kombination mit einem gezielten Leerstandsmanagement" etwa 100 000 Mark Einsparungen bei Energie und Personal als Ausgleich für fehlende Einnahmen aus Veranstaltungen hätten erzielt werden können.

Mittlerweile läuft der Kongressbetrieb wieder - im September fand im früheren Plenarsaalgebäude zum Beispiel die Welternährungskonferenz statt. Für den Oktober ist eine Veranstaltung der Deutschen Post AG mit mehr als 1 000 Teilnehmern angekündigt.