Ahr-Radweg

Die Strecke nimmt Gestalt an

Drei Tunnel auf einen Blick (v.l.): Der Fahrrad- , der Eisenbahn- und der Straßentunnel.

ALTENAHR. Wer über die Bundesstraße von Mayschoß nach Altenahr fährt, stellt leicht fest, dass sich am linken Hang etwas tut und dass auf der rechten Seite beim Tunnelaustritt in Altenahr Netze als Steinschlagschutz installiert worden sind: Mit dem Lückenschluss des Ahr-Radwegs zwischen Mayschoß und Altenahr geht es also weiter.

Trotzdem stellt Andreas Jackmuth, der beim Landesbetrieb Mobilität in Cochem mit dem Projekt betraut ist, eine vorzeitige Fertigstellung nicht in Aussicht. Vermutlich kann nicht einmal der ursprüngliche Zeitplan eingehalten werden. Danach sollte der Streckenabschnitt im kommenden Jahr vollendet werden. "2013 wird knapp. Aufgrund der Landespflege sind wir in ein enges Korsett geschnürt", sagt Jackmuth.

Ein wichtiger Grund für die Verzögerung ist der Naturschutz in dem sensiblen Gebiet. Es darf nicht an mehreren Stellen gleichzeitig gearbeitet werden, sondern nur immer an einer. Nachdem nun die Arbeiten an der Arkadenwand, die einst die Bahntrasse gestützt hat und jetzt dem Radweg am Hang Halt geben soll, beendet sind, wird voraussichtlich ab Herbst der Viadukt instand gesetzt, der kurz vor Altenahr in großer Höhe die Ahr und die B267 überspannt.

Das Bauwerk sei schon von grobem Bewuchs befreit, sagt Jackmuth. Ziel der Sanierung sei auch, ein Durchnässen des alten Gemäuers durch Regen zu verhindern. Darum wird eine Stahlbetonwanne in voller Breite auf das Brückenbauwerk gelegt. Darauf kommt in der Mitte die 2,50 Meter breite Rad-Fahrbahn. Die Seiten werden aufgefüllt, aber nicht befestigt. Auf ihnen soll sich ein natürlicher Bewuchs ansiedeln können.

Das Ganze soll auf einem Bett aus Schotter und ungebundenem Material liegen, die Wanne wird mit einer Drainage versehen, die über ein Abflussrohr kontrolliert entwässert. In dem Zusammenhang ist auch die Sanierung des Tunnelportals beim Austritt der Trasse aus dem Felsen über Altenahr vorgesehen, das jetzt schon durch die Steinfangnetze gesichert ist.

2013 könnte mit dem Bau der Aufständerung für eine Hangbrücke begonnen werden, im Sommer mit dem Bau der Schrägseilbrücke, die die Ahr oberhalb von Laach überspannen wird, sagt Jackmuth. Folglich müssen die Radfahrer noch Geduld haben, bis sie nicht mehr auf das gefährliche Straßenstück angewiesen sind. Wenn alles fertig ist wird ihr Weg einerseits sicherer, andererseits sehr interessant - aufgrund der reizvollen Landschaft und der ausgeklügelten Technik.