"Der politische Wille ist eindeutig"

SWISTTAL. Landschaftsschutzverein Kottenforst will Erweiterung des Flerzheimer Kiestagebaus abwenden.

Zahlreiche Bedenken hat der Landschaftsschutzverein Kottenforst (LSK) gegen die geplante Erweiterung des Kiestagebaus zwischen Flerzheim und Buschhoven geltend gemacht. Der Verein meldete sich im Genehmigungsverfahren, bei dem die Bezirksregierung Arnsberg als oberste Landesbehörde federführend ist, ausführlich zu Wort. Die Kieswerke Rheinbach wollen ihren Tagebau von Flerzheim aus auf einer Fläche von rund 22,9 Hektar in Richtung Buschhoven erweitern, bis auf 390 Meter an den südlichen Ortsrand heran. Der in Buschhoven ansässige LSK führt Argumente wie Staub- und Lärmbelästigung, die Zerstörung der Naherholungslandschaft, den Artenschutz und die Gefährdung des Grundwassers dagegen an. Auch planungsrechtlich hat der LSK schwere Bedenken: Schließlich hat der Regionalrat der Bezirksregierung Köln erst im Dezember einstimmig beschlossen, die im Regionalplan notwendige Konzentrationszone für Quarzabbau eben nicht zwischen Flerzheim und Buschhoven auszuweisen. Vielmehr soll dieses Gebiet bei Witterschlick eingeplant werden. Der Regionalplan wird derzeit entsprechend geändert, hat allerdings noch keine Rechtskraft. "Der politische Wille ist aber schon eindeutig", sagte der LSK-Vorsitzende Thomas Klodt. Deshalb erneuert der LSK seine Forderung, mit der Entscheidung über den Flerzheimer Erweiterungsantrag so lange zu warten, bis die Änderung des Regionalplans beschlossen ist. So hoffen die Buschhovener Landschaftsschützer, rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.