Der Staatssekretär bestärkt Wolfgang Albers

Die ins Auge gefassten Strukturänderungen finden in Düsseldorf volle Unterstützung - Die beiden Bezirksbeamten Stefan Kautzky und Walter Häßler beziehen bereits ihr Domizil im Königswinterer Rathaus

Königswinter. Der Staatssekretär sagte es klipp und klar: "Wir sehen keinen Handlungsbedarf hinsichtlich einer Änderung der polizeilichen Zuständigkeiten im Bereich der Bonner Polizei." Karl Peter Brendel aus dem Düsseldorfer Innenministerium bestätigte damit bei seinem Besuch bei Bonns Polizeipräsident Wolfgang Albers dessen Planungen zur Umstrukturierung der Behörde.

Brendels Worte galten aber auch Rhein-Sieg-Landrat Frithjof Kühn. Der hatte in den vergangenen Wochen immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, weil er als Chef der Kreispolizeibehörde Siegburg sich bereit erklärt hatte, auch die Zuständigkeit für das linksrheinische Kreisgebiet und das Siebengebirge zu übernehmen. Auch noch zu einer Zeit, als das Innenministerium bereits erklärt hatte, es bleibe alles wie es ist.

Brendel hat sein Votum für Bonn jetzt noch einmal wiederholt und Albers bestärkt: "Die Strukturen haben sich uneingeschränkt bewährt." Auch die vom Präsidenten ins Auge gefassten Strukturänderungen seien sachgerecht und stärkten die Präsenz der Polizei durch starke mobile Einheiten.

Vorgesehen sind die Zusammenlegung der Inspektion Beuel und der Wache Königswinter ins neue Präsidium nach Ramersdorf, die Einrichtung einer Stützpunktwache in Oberpleis, ein Büro für den Bezirksdienst im Königswinterer Rathaus, Ausweitung der Wachdienstzeiten in Bornheim sowie mehr Personal für den dortigen Einsatztrupp (zivile Fahnder) und den Bezirksdienst Bad Honnef ( der GA berichtete). Für Brendel garantieren "die organisatorischen Anpassungen eine weiterhin schnelle flächendeckende Verfügbarkeit der Polizei im gesamten Zuständigkeitsgebiet".

Kühn hingegen hält, wie berichtet, eine "Teilzeit-Wache" wie in Oberpleis für nicht ausreichend: "Entweder eine volle Wache oder gar keine." Würden Königswinter und Bad Honnef seiner Polizeibehörde zugeschlagen, würde er, Kühn, 40 bis 50 Beamte zusätzlich bekommen. Damit könne mindestens eine Wache im Siebengebirge betrieben werden. Experten in Düsseldorf halten die vom Landrat genannte Zahl von Beamten - sie wird anhand der so genannten Belastungsbezogenen Kräfteverteilung jedes Jahr neu berechnet - für zu hoch.

Kühn sieht bei Übernahme der Polizei im linksrheinischen Kreisgebiet, Bad Honnef und Königswinter den Vorteil einer Zusammenarbeit von Ordnungshütern und Verwaltungen unter einem Dach. Auch das nahm der Staatssekretär im Gespräch mit Albers auf und lobte die "Zusammenarbeit aller für die Sicherheit Verantwortlichen".

Noch vor der Schließung der Königswinterer Polizeiwache und dem damit verbundenen Umzug der bislang dort arbeitenden Polizisten in das neue Präsidium in Ramersdorf haben die beiden Bezirksbeamten Stefan Kautzky und Walter Häßler ihr Domizil schon bezogen. Im Königswinterer Rathaus am Marktplatz wurde für sie ein Büro mit allen gängigen EDV- und allen üblichen Kommunikationsmöglichkeiten eingerichtet.

Viele Gäste hatten sich am Mittwoch zur offiziellen Übergabe des neuen Büros für die Bezirksbeamten eingefunden: Polizeipräsident Wolfgang Albers, der Erste Polizeihauptkommissar und Inspektionsleiter Bert Kluth sowie Bürgermeister Peter Wirtz, der die beiden Polizisten mit einem "Herzlich Willkommen" begrüßte.

Als Vertreter der verstärkten Kradstaffel, die nun auch für den rechtsrheinischen Bereich zuständig ist und deren Mitglieder in Bad Honnef und Königswinter künftig öfter zu sehen sein werden, war Polizeikommissar Ralf Kress gekommen.

Die Königswinterer Bezirksbeamten sind unter der Telefonnummer (0 22 23) 27 92 49 telefonisch zu erreichen. Während der Sprechstunden dienstags von 10 bis 12 und donnerstags zwischen 16 und 18 Uhr können die Bürger ihre Anliegen auch persönlich bei ihnen vortragen.