Das Freiwilligen-Zentrum in Meckenheim etabliert sich

Blicken auf Erfolge des Freiwilligenzentrums OASE zurück: (v.l.) Gerd Michel, Franz Radermacher, Hans-Jürgen Seckelmann, Claudia Rütten, Herman J. Linke und Henning Brümmer.

MECKENHEIM. 40 Menschen, die in eine ehrenamtliche Tätigkeit vermittelt werden konnten, und 25 Institutionen, die ehrenamtliche Unterstützung nachgefragt haben - diese Bilanz zog der Sprecher des Freiwilligenteams OASE (Offene Angebote Soziales Engagement), Henning Brümmer, beim Jahresempfang am Donnerstagabend.

"Die Tendenz ist steigend", sagte Brümmer, der gemeinsam mit seinem Team einen langen Atem bewiesen hatte, damit sich das Freiwilligen-Zentrum in Meckenheim nach längerer Abwesenheit wieder etablieren konnte.

Neben Vertretern der Freien Träger, von Schulen und der Stadt begrüßte er auch viele Ehrenamtliche im Caritas-Haus. Besonders stolz ist Brümmer auf die jüngste Vermittlung der OASE: Die 27-jährige Marokkanerin Ikram Moussa weiß, wie es ist, wenn man Probleme in der Schule hat. "Nicht immer reicht das Geld, um Nachhilfelehrer zu bezahlen."

Sie selbst hat ihren Realschulabschluss an der Hauptschule gemacht, danach das Wirtschaftsgymnasium besucht, um dann an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg Betriebswirtschaftslehre zu studieren. Jetzt gibt sie Realschülern ehrenamtlich Nachhilfe in Mathematik.

"Wir diskutieren auch mal über andere Dinge, und eigentlich verstehen meine drei Schützlinge die Materie gar nicht so schlecht", berichtete sie von ersten Erfahrungen. Und Realschulrektorin Monika Steffens wusste zu berichten, dass diese Form der Nachhilfe, die oftmals mit einer anderen Sichtweise und immer mit unglaublich viel Engagement verbunden sei, auch bei den Schülern sehr gut ankomme.

Das Pendant zu Ikram Moussa ist Brümmer selbst, der ebenfalls als Nachhilfelehrer an der Realschule aktiv ist. Ihm und seinem fünfköpfigen Team mit Claudia Rütten, Gerd Michel, Hans-Jürgen Seckelmann, Hermann Linke und Franz Radmacher wünschte Annegret Kastorp vom Caritasverband Rhein-Sieg einen langen Atem. Ihre mitgebrachten "Energieplätzchen" hatten die Form eines Kamels: "Das passt nicht nur gut zur Oase, Kamele können auch mal eine lange Durststrecke überstehen." Für einen solchen Fall wünschte sie dem Team ähnliches Durchhaltevermögen.