Das Bad Honnefer Hallenbad ist verkauft

<b>Das Honnefer Hallenbad</b> wird zu einer Diskothek umgebaut.

<b>Das Honnefer Hallenbad</b> wird zu einer Diskothek umgebaut.

Bonner Diskothekenbetreiber erhält den Zuschlag

Bad Honnef. (frv) Die Würfel sind gefallen: Das Bad Honnefer Hallenbad ist verkauft. Nach Informationen des General-Anzeigers wird in der an der Rheinpromenade gelegenen Freizeitstätte eine Discothek entstehen. Bis zu 50 Mitarbeiter sollen dort in Zukunft tätig sein.

Wie der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Bäder GmbH, Günther Goertz, auf Anfrage bestätigte, soll schon in Kürze der Notartermin sein. Erworben hat das Hallenbad eine von Rudolf Mader angeführte Bonner Unternehmung, die bereits zwei Diskotheken mit insgesamt 80 Angestellten im Bonner Raum betreibt.

Mader hatte sich ursprünglich um das Mesenholl-Grundstück im Schmelztal beworben. Dort sollte eine riesige Freizeitstätte für Jugendliche gebaut werden. Neben einer Disco, einem Bistro und einem Billardsalon sollte auch ein Fitnessstudio auf dem im Naturschutzgebiet liegenden Areal, das einst Heimstatt der Wäscherei Mesenholl gewesen ist, realisiert werden. Das Konzept für das Mesenholl-Gelände, das sich im Eigentum des Haus Hohenhonnef befindet, wurde nun mehr oder weniger auf das Gebäude des Hallenbades übertragen.

Auch die Inhaberin eines bereits im Hallenbad vorhandenen Fitnessstudios hatte sich um den Kauf des seit anderthalb Jahren geschlossenen Bades bemüht. Den Aufsichtsrat der Bäder GmbH überzeugte allerdings mehr das Konzept von Rudolf Mader. "Hier wird für Jugendliche nun eine Menge getan", glaubt Günther Goertz. Nach GA-Informationen liegt der Kaufpreis bei 360 000 Euro.

Mit dem Zuschlag an den Discothekenbetreiber schwinden nun allerdings die Hoffnungen, die verfallenen Fabrikhallen an der Schmelztalstraße "wiederzubeleben". Günther Goertz: "Das ist uns klar. Wir hoffen sehr, dass sich für das Gelände ein Interessent finden wird."