Besitzer sollen Katze kastrieren lassen

Die Katze ist eines der beliebtesten Haustiere. Doch viele ihrer Artgenossen vegetieren auf den Straßen, immer auf der Suche nach etwas Essbaren, sind den Witterungsverhältnissen schutzlos ausgeliefert.

Trotz erheblicher Bemühungen von Tierschutzverein und Katzenschutzinitiativen steigt die Zahl der streunenden und verwilderten Katzen ständig an. Im Tierheim Troisdorf macht das mit etwa 40 Prozent bereits einen Großteil der dort eingelieferten Katzen aus. Dabei wird die frühe Fruchtbarkeit der Katzen den Tieren zum Verhängnis: Katzen sind bereits mit vier bis fünf Monaten geschlechtsreif.

Eine Katze kann in der Regel pro Jahr zwei Würfe mit mindestens vier bis sechs Kätzchen großziehen, die wiederum nach einem Jahr selbst für Nachwuchs sorgen können. Eine unkastrierte Hauskatze und ihre Nachzucht können so theoretisch in sieben Jahren über 400 000 Nachkommen zeugen!

Die Folge sind oft verwilderte Katzenpopulationen, die durch schlechte Haltungsbedingungen, Hunger und Krankheit ein leidvolles Leben fristen und letztlich elend sterben. "Ich appelliere an das Verantwortungsbewusstsein eines jeden Katzenhalters und einer jeden Katzenhalterin, die ihrer Katze Zugang ins Freie gewähren. Jeder muss sich darüber im Klaren sein, welche Konsequenzen ein Freigang der Hauskatze mit sich bringen kann, die nicht kastriert ist, so Dr. Hanns von den Driesch, Leiter des Kreisveterinäramtes. "Im Sinne des Tierschutzes: Lassen Sie Ihre Katzen spätestens im Alter von vier bis sechs Monaten kastrieren!"