Taxiversorgung in Wachtberg

Bei Problemen sollen Kunden sich beschweren

WACHTBERG. Um die Taxiversorgung in Wachtberg ging es im Verkehrsausschuss des Gemeinderates. Anlass hatten Klagen von Bürgern über eine vermeintlich mangelhafte Versorgung gegeben. Also hatten die Kommunalpolitiker Harald Pütz vom Straßenverkehrsamt des Rhein-Sieg-Kreises als Experten an den Beratungstisch eingeladen. Er nahm nun ausführlich Stellung.

Pütz erklärte, dass sowohl Stadt als auch Kreis ihre eigenen Tarifordnungen hätten, und sich die Kosten nach dieser Ordnung richten würden, auch wenn die Fahrt auf einem anderen Gebiet stattfinde. Der Rhein-Sieg-Kreis habe in dieser Tarifordnung festgelegt, dass keine Anfahrt berechnet wird. In Bonn hingegen erlaube die Tarifordnung Anfahrtsgebühren, so Pütz. Auf die Frage einiger Politiker, warum es keine einheitliche Regelung gebe, erklärte er, dass die regionalen Rahmenbedingungen zu unterschiedlich seien. In Bonn würden meist viele kurze, im Kreis eher lange Strecken gefahren.

Pütz berichtete von einem Gutachten, welches für jede Kommune festlegt, wie viele Konzessionen erteilt werden dürfen. "Wenn in Wachtberg jemand einen Antrag stellt, kann er eine Konzession haben, aber offensichtlich will keiner", sagte der Vertreter des Kreises. Zurzeit gibt es in Wachtberg ein Taxiunternehmen.

Ingo Steiner von den Grünen gab zu bedenken, dass es sich bei der Beschwerde um Einzelfälle gehandelt habe. Der Wachtberger Unternehmer sei "immer erreichbar", so Steiner, der mögliche Probleme damit erklärte, jemand könne eine veraltete Rufnummer gewählt haben. "Wir sollten froh sein, dass wir seit drei Jahren ein funktionierendes Unternehmen haben und für es werben", so Steiner.

Der Grünen-Politiker empfahl Kunden, bei Problemen eine Beschwerde mit Angaben von Datum, Uhrzeit und der gewählten Rufnummer an das Verkehrsamt zu schicken. Das bekräftigte auch Harald Pütz: "Wir gehen jeder Beschwerde nach."