Wohnungen im Rhein-Sieg-Kreis

Baugebiete in der Analyse

Wo können noch weitere Baugebiete entstehen?

Wo können noch weitere Baugebiete entstehen?

RHEIN-SIEG-KREIS. Wo können noch weitere Baugebiete entstehen? In der Vergangenheit boomten vor allem Flächengemeinden mit guter Verkehrsanbindung. Das waren nach der Kommunalreform 1969 etwa die vormals dörflichen Gemeinden Sankt Augustin und Meckenheim, die inzwischen dicht besiedelte Städte sind.

Mit jeweils 34 Quadratkilometern gehören sie flächenmäßig zu den kleineren Kommunen im Kreis. Ab den 80er Jahren legte Bornheim (82 Quadratkilometer) kräftig nach. Die Vorgebirgsstadt ist mit 49.000 Einwohnern heute drittgrößte Kommune im Kreis. Nachdem sie sich zwischenzeitlich eher auf die Gewerbeentwicklung konzentriert hat, sind laut Bürgermeister Wolfgang Henseler zurzeit etwa ein Dutzend Bebauungspläne für Wohngebiete in Arbeit.

„Wir sind in der glücklichen Situation, einen Teil des Bedarfs in der Region befriedigen zu können“, so Henseler. „Man muss bei der Entwicklung nur immer aufpassen, dass man die Infrastruktur nicht überfordert.“ Wo Menschen zuziehen, müssen Kommunen auch in Kindergärten, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen investieren.

Starke Wachstumsjahre hat auch Hennef hinter sich (46.000 Einwohner). Allein das Großprojekt „Siegbogen“ brachte rund 1000 neue Einwohner – und einen neuen S-Bahn-Haltepunkt dazu. Trotz einiger Beschränkungen – Naturschutz, Konzentration auf Kerngebiete – sieht der Entwurf des städtischen Flächennutzungsplans weitere 26 Hektar Fläche für Wohnbau vor. „Wir sind noch in einem ganz frühen Stadium. Die Politik muss sich damit auseinandersetzen“, so Stadtsprecher Dominique Müller-Grote. Auch im Siebengebirge sind aktuell einige Wohngebiete in der Planung beziehungsweise in der Vermarktung. Die Städte Königswinter und Bad Honnef wachsen hauptsächlich noch im Bergbereich.