Bauarbeiten in Bad Honnef

Bahnhofsvorplatz soll nächste Woche fertig sein

Letzte Handgriffe: Auf dem Bahnhofsvorplatz setzen Arbeiter die Markierungen.

BAD HONNEF. Nächste Woche soll die Umgestaltung des Honnefer Bahnhofsvorplatzes abgeschlossen sein. Voraussichtlich nächste Woche, Donnerstag, 23. August, soll alles für den Verkehr freigegeben werden und genutzt werden können.

Noch sind die Arbeiter mit den letzten Handgriffen auf dem Vorplatz des Bad Honnefer Bahnhofs beschäftigt: Die Linien für die neuen Stellflächen müssen noch gezogen und Fahrradbügel aufgestellt werden. Zu guter Letzt folgt die Beschilderung. Dann ist er fertig, der neu gestaltete Bahnhofsvorplatz. Voraussichtlich nächste Woche, Donnerstag, 23. August, soll dann auch alles für den Verkehr freigegeben werden und genutzt werden können, heißt es auf Anfrage bei der Stadt.

Ende April hatte die von der Stadt beauftragte Firma Strabag AG mit den Ausbauarbeiten des Vorplatzes zwischen August-Lepper-Straße und Bahnhofsgebäude begonnen. Der Platz wurde bis in den Wendehammer hinein neu asphaltiert und die Bushaltestelle behindertengerecht ausgebaut. Unter der Brücke entstanden neue Park-and-Ride-Plätze, ebenso an der August-Lepper-Straße gegenüber des Bahnhofsgeländes, wo im Bereich des Grünstreifens geparkt wird.

Die Umgestaltungen waren nötig geworden, weil die Bahn Flächen an das benachbarte Autohaus verkauft hatte. Die Buszufahrt und Busausfahrt mussten geändert werden; zeitgleich wurden die hohen Bordsteinkanten entfernt, die Fläche eingeebnet und neu asphaltiert, um den Vorplatz barrierefrei zu gestalten.

 Die Flächen am Vorplatz gehören laut Verwaltung zu 80 Prozent der Stadt, der Rest dem Land. Die Kosten waren mit rund 350.000 Euro veranschlagt worden, den Großteil davon trägt die Stadt. Andreas Dietl, seit letztem Jahr Besitzer des Bahnhofsgebäudes, freut sich über die Veränderungen am Vorplatz. "Das ganze Areal wird dadurch natürlich aufgewertet." Nachdem das Bahnhofsgebäude samt 1400 Quadratmeter großem Gelände jahrelang zum Verkauf gestanden hatte, hatte es der Taxi-Unternehmer und jahrelanger Mieter vor rund einem Jahr erstanden.

Im Gegensatz zum Vorplatz hat sich am Bahnhofsgebäude seitdem allerdings nicht viel getan. "Der öffentliche Druck ist sehr groß, vor allem am Fahrradkeller etwas zu verändern", sagt Dietl. Seit Bahn und Stadt wegen der Umbauarbeiten aber auch wegen Krankheiten der Pflanzen die Grünanlagen entfernt hätten, fiele dieser "Schandfleck" noch stärker ins Auge.

Größere Investitionen lohnten sich aber nicht, weil das Gebäude auf längere Sicht abgerissen und neugebaut werden solle. "Wenn beispielsweise eine Gaststätte betrieben werde sollte, müsste man zunächst etwa 10.000 Euro investieren. Bei der Höhe der Pacht, die man verlangen kann, würde es über zehn Jahre dauern, bis diese Ausgaben wieder gedeckt wären." Solange will Dietl aber nicht mit dem Abriss des Gebäudes warten.

Bis Ende des Monats will Dietl zumindest mit Hilfe von sieben bis acht Außenstrahlern die Ausleuchtung rund um das Gebäude verbessern. Außerdem sollen Überwachungskameras aufgestellt werden. Beide Maßnahmen seien vor allem im Hinblick darauf notwendig, dass in Kürze dort ein Kiosk aufgemacht oder zumindest Süßigkeiten-Automaten am Bahnhofsgebäude aufgestellt werden sollen.Habe es doch am Honnefer Bahnhof immer wieder Fälle von Vandalismus gegeben.

Der Taxi-Unternehmer hofft, dass sich auch die Bahn durch den Umbau des Vorplatzes animiert sieht, ein weiteres Projekt zur Aufwertung des Haltpunktes in Angriff zu nehmen: Die Installation eines Aufzugs als barrierefreien Zugang zu den Gleisen.