Auch Bäcker und Brauer ziehen nach Berlin

Zwei weitere Verbände verlassen die Region - "Rheinische Lösung gefunden"

Bonn. (hls/ly) Der Wegzug von Verbänden aus Bonn nach Berlin hält an. So hat in der vergangenen Woche der Deutsche Brauer-Bund sein Domizil an der Annabergerstraße 28 verlassen und sich in der Bundeshauptstadt niedergelassen. Elf der zwölf Mitarbeiter sind ihrem Arbeitergeber an die Spree gefolgt, während einer aus persönlichen Gründen nicht umziehen konnte und nun einen neuen Job sucht.

Nachbar der Brauer-Lobby wird der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks, der im kommenden Herbst seinen Sitz von der Bondorfer Straße 23 in Bad Honnef nach Berlin verlegt. Sein Hauptgeschäftsführer, Eberhard Groebel, hat ein Büro in unmittelbarer Nähe des Reichstagsgebäudes erwerben können. "Dort werden wir alle Möglichkeiten haben, die Interessenvertretung für unser Bäcker- und Konditorenhandwerk so wirkungsvoll zu betreiben, wie dies früher möglich war, als Bonn noch Sitz unseres Parlamentes war. Die Nähe zum Parlament ist für jeden Verband die halbe Miete."

Groebel, der seinen Hauptwohnsitz im Rheinland behält, hat eine "rheinische Lösung" gefunden: Das bisherige Verbandsgebäude wird von der "Zusatzversorgungskasse für die Beschäftigten des Deutschen Bäckerhandwerks (ZVK)" übernommen. Das ist eine handwerkseigene zusätzliche Rentenversicherung. Groebel wird neben der Hauptgeschäftsführung seines Verbandes in Berlin diese Pensionskasse in Bad Honnef als Vorstandsvorsitzender leiten. Deshalb werden sechs Mitarbeiter des Verbandes am Rhein bleiben.

Von den elf Mitarbeitern des Zentralverbandes ziehen lediglich drei mit nach Berlin um; "acht hängen noch in der Luft", heißt es im Verband. Dieser versucht nun, diese Mitarbeiter in andere Institutionen in der Region Bonn zu vermitteln.

Der Deutsche Feuerwehrverband verlegt Ende dieses Jahres seinen Sitz von Bonn nach Berlin.