Radweg in Siegburg

"Also, bauen wir"

SIEGBURG. Das Votum nach gut einer Stunde Diskussion war eindeutig: Mit klarer Mehrheit sprachen sich die Siegburger bei der Bürgeranhörung im Schützenhaus dafür aus, dass die Bahntrasse des "Luhmer Grietchen" auch auf dem letzten, umstrittenen Teilstück zwischen Waldstraße und Steinbahn wie geplant zum Radweg ausgebaut wird. Die endgültige Entscheidung obliegt dem Planungsausschuss, der am 3. Mai ab 18 Uhr im Rathaus tagt.

Damit endet ein seit Wochen gärender Streit um gut 500 Meter Bahntrasse. Anwohner hatten sich zu Bürgerinitiativen für wie gegen den Radweg formiert. Beide Lager waren ins Schützenhaus gekommen, wo die Technische Beigeordnete Barbara Guckelsberger die in Reaktion auf die Gegenwehr überarbeiteten Pläne präsentierte.

Neben dem Ausbau auf dem vorhandenen Trassenniveau hat das von der Verwaltung beauftragte Ingenieurbüro eine Variante vorgelegt, bei der die Trasse auf einem Stück bis zu 1,30 Meter tiefer gelegt würde. "So würde eine Einsicht in die benachbarten Grundstücke verhindert", erklärte Guckelsberger.

Diese Tieferlegung würde die Stadt indes 128.400 Euro mehr kosten, rechnete Bürgermeister Franz Huhn vor. Ob diese Mehrkosten über das NRW-Förderprogramm "Alleenradweg" subventioniert würden, sei unklar. Das Land bezuschusst den 685.400 Euro teuren Umbau auf der gesamten Trasse mit rund 440.000 Euro. Sicher ist laut Huhn aber, dass gar keine Fördermittel fließen, sollte der Radweg über eine alternative Strecke umgeleitet werden. Die Stadt bliebe dann auf bereits geleisteten Kosten für den bisherigen Ausbau sitzen. "Also, bauen wir", resümierte ein Bürger.