2,50 Meter hoher Zaun für die Vereinten Nationen wird gebaut

<b>Die Dahlmannstraße</b> soll als neuer Zugang zum Rheinufer ausgebaut werden, wenn der geplante Mega-Zaun den UN-Campus umschließt.

<b>Die Dahlmannstraße</b> soll als neuer Zugang zum Rheinufer ausgebaut werden, wenn der geplante Mega-Zaun den UN-Campus umschließt.

Bonner Hermann-Ehlers-Straße ab April für Autos gesperrt

Bonn. (koe) Die Vorbereitungen für den Umzug von elf UN-Organisationen in den Langen Eugen können beginnen: Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann und der SPD-Fraktionsvorsitzende Wilfried Klein haben am Freitag eine Dringlichkeitsentscheidung unterschrieben, die unter anderem den Bau eines 2,50 Meter hohen Sicherheitszauns rund um den künftigen UN-Campus ermöglicht.

Der Planungsausschuss hatte sich bereits am Donnerstagabend für die Pläne ausgesprochen. Eigentlich hätte der Rat am 23. März das letzte Wort. Doch der Umzug soll am 1. April beginnen, deshalb musste dringlich Planungssicherheit her.

Die Hermann-Ehlers-Straße, die zwischen Wasserwerk und Langem Eugen zum Rhein führt, soll laut Stadt von April an für den Autoverkehr gesperrt werden. Wie das Presseamt am Freitag mitteilte, können Fußgänger und Radfahrer den Durchgang zum Rhein noch etwa zwei Jahre nutzen, bis das Klimasekretariat der Vereinten Nationen ins Alte Abgeordnetenhochhaus zieht.

Die Zaun-Pläne hatten für Kritik gesorgt ( der GA berichtete). Letztlich war aber der Wunsch der Bonner, weiter ohne Umweg zum Rhein zu kommen, nicht mit den Sicherheitsanforderungen der UN zu vereinbaren. Den Planungspolitikern war jedoch wichtig, die verbliebenen Rheinzugänge zu verbessern. Sie folgten Vorschlägen der Verwaltung und einem Änderungsantrag der Grünen.

So soll geprüft werden, wie die Dahlmannstraße als neuer Hauptzugang zum Rhein zwischen Museumsmeile und Rheinufer aufgewertet werden kann. Die Verwaltung soll außerdem verschiedene, weitestgehend behindertengerechte Zugangswege zum Rhein entwickeln.

Einer wird zwischen Deutscher Welle und dem Langen Eugen verlaufen. Die Stadt soll gemeinsam mit dem Bund überlegen, wie die Plätze, die vor den Eingängen zum Campus entstehen, gestaltet werden - und wer das alles finanziert.