Am Tag nach dem Markt

Gasexplosion beim Kirmesabbau in Pützchen

PÜtzchen.  Die Trümmer sind 40 Meter durch die Luft geflogen. Drei Menschen sind leicht verletzt worden. Die Kripo übernimmt die Ermittlungen.
Der Stand wurde durch die Verpuffung komplett zerstört.
							Foto: Holger Willcke
Der Stand wurde durch die Verpuffung komplett zerstört. Foto: Holger Willcke

Christa und Georg Vögeli sitzen in der Küche. Es ist das erste Frühstück ohne Kirmesmusik. Pützchens Markt ist seit mehr als neun Stunden beendet. Ein lauter Knall, gefolgt von einer Druckwelle beendet plötzlich das gemütliche Frühstück im Wohnhaus Marktstraße 22.

Das Ehepaar rennt verängstigt auf die Straße und sieht die Bescherung: Um 9.35 Uhr ist am Mittwoch die Imbissbude der Metzgerei Weitz aus Hoholz in die Luft geflogen. Übriggeblieben ist ein Trümmerhaufen aus Brettern, Möbeln und zerbeulter Fritteuse.

Rettungskräfte sind sofort an der Unfallstelle, weil sie nur 100 Meter entfernt die Kirmes-Leitstelle in der Marktschule abgebaut haben. "Es war eine Gasexplosion", sagte Bert Kluth, Einsatzleiter der Polizei. Allerdings ist nicht die Gasflasche explodiert, sondern ausgetretenes Gas.

Gasexplosion in Pützchen
 

Jürgen Eck von der Berufsfeuerwehr: "Die Explosionsursache steht noch nicht fest. Die Kripo hat die Ermittlungen übernommen." Durch den lauten Knall wurden drei Männer (40, 41 und 48 Jahre alt), die im näheren Umfeld eine andere Kirmesbude abgebaut haben, leicht verletzt. Sie wurden mit Verdacht auf Knalltraumata ins Krankenhaus gebracht. "Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Explosion sich während der Kirmes ereignet hätte. Zwei Tage früher und es hätte eine Katastrophe gegeben", sagt Christa Vögeli, die den Stellplatz vor ihrem Haus seit 40 Jahren an die Metzgerei vermietet.

Die Stadt hat nach eigener Auskunft besagte Gasflasche vor Kirmesbeginn geprüft. Die Feuerwehr hat sich die Prüfbescheinigung zeigen lassen. Dieses Zertifikat muss der Budenbetreiber gemäß Sicherheitskonzept durch einen Sachverständigen ausstellen lassen.

Ärger droht der Stadt in einem anderen Fall: Ein für Pützchens Markt nicht berücksichtigter Imbissbudenbetreiber hat die Stadt vor dem Verwaltungsgericht verklagt, weil er sich durch die Nichtberücksichtigung in seiner Existenz gefährdet sieht. Dazu Marktmeister Günter Dick am Mittwoch: "Das ist ein schwebendes Verfahren, dazu kann ich nichts sagen."

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