"Sommerakademie" lockt junge Europäer nach Bonn

Veranstalter ist Gustav-Stresemann-Institut - 75 Teilnehmer erkunden Zusammenhänge der europäischen Politik

Bonn. (piw) Zum 18. Mal hat das Gustav-Stresemann-Institut (GSI) zu seiner Europäischen Sommerakademie geladen. Bis zum vergangenen Sonntag erkundeten 75 junge Teilnehmer aus 22 Ländern zehn Tage lang Funktionsweise und Zusammenhänge der europäischen Politik; auch diesmal stand die Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von Hans-Gert Pöttering, dem Präsidenten des Europäischen Parlaments.

"Wir haben die Akademie in diesem Jahr komplett in englischer Sprache abgehalten", berichtet Jan Clauss, wissenschaftlicher Leiter des GSI. "Das ermöglicht uns, noch weiter gesteckte Teilnehmerkreise zu erfassen."

Ein Drittel des Programms bestand aus einem Blitzkurs zur EU-Politik. Das zweite Drittel machten europa-thematische Exkursionen aus - diesmal führten sie die Teilnehmer nicht nur in die EU-Hauptstadt Brüssel, sondern auch nach Den Haag zum Internationalen Strafgerichtshof ICC und zur europäischen Justizbehörde "EuroJust".

Den dritten Teil füllten Vorträge, Diskussionen und Gruppenarbeit zu Themen der Globalisierung, der Migration und des Klimawandels; in der Bundesstadt waren die Teilnehmer dafür unter anderem beim UN-Klimasekretariat UNSCCC zu Gast.

Neben der Geschichte und den Perspektiven der europäischen Integration kam aber auch nicht zu kurz, dass alle Erfolge der politischen Einigung vor allem auf dem persönlichen Kontakt zwischen den Menschen Europas beruhen. "Die interkulturelle Begegnung ist wichtig", sagt Clauss. "Es ist ja auch ein Erlebnis, wenn man beobachtet, wie ein Lette oder ein Litauer anders singt und tanzt als ein Grieche oder ein Spanier."