Hohe Auszeichnung für Professor Peter Pantzer

Vermittler japanischer Kultur

Bonn. (sj) Mit dem "Orden der Aufgehenden Sonne am Halsband, goldene Strahlen" des japanischen Kaiserhauses wurde kürzlich Professor Peter Pantzer geehrt.

Dem Leiter der Japanologischen Abteilung am Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Universität Bonn wurde für seine langjährigen Verdienste um die Vorstellung und Vermittlung japanischer Kultur die hohe Auszeichnung verliehen. Den Orden überreichte der japanische Generalkonsul Toshio Kunikata. Der Festakt fand im Festsaal des Hauptgebäudes statt.

Pantzer wurde am 15. Oktober 1942 im österreichischen Salzburg geboren. Nach seiner Promotion im Fachbereich Japanologie an der Universität Wien studierte er mit einem staatlichen japanischen Stipendium an der Universität Tokio mit dem Schwerpunkt Rechtswissenschaft sowie politische und diplomatische Geschichte Japans.

Nach seiner Rückkehr aus Japan war er im Institut für Japanologie an der Wiener Universität als Assistent und Assistenzprofessor tätig. 1988 kam er ins Japanologische Seminar der Universität Bonn. Als geschäftsführender Direktor des Japanologischen Seminars und gesuchter Betreuer von Dissertationen und Magisterarbeiten leistete er einen wichtigen Beitrag zum Austausch zwischen Japan und Europa.

Von 1998 bis 1999 war er Gastprofessor am National Institute for Japanese Literature in Tokio. Für die Übersetzung des Buches "Die Iwakura-Mission" ins Deutsche erhielt er 2003 den Übersetzerpreis der Japan Foundation. Er gestaltete mehrere Ausstellungen über Japan mit und ist seit 2002 Ehrenvorsitzender der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bonn.