Binnen zehn Tagen fit für Europa

<b>Wollen Europa stärken: </b>Ulf Böge, Jan Ulrich Clauss, Joachim Westhoff, Dana Florina Muresan, Judit Németh, Migle Volungeviciute, Urszula Erika Novotna, Dalibor Matic, Martin Kanis und Martin Valchanov.

<b>Wollen Europa stärken: </b>Ulf Böge, Jan Ulrich Clauss, Joachim Westhoff, Dana Florina Muresan, Judit Németh, Migle Volungeviciute, Urszula Erika Novotna, Dalibor Matic, Martin Kanis und Martin Valchanov.

General-Anzeiger und Europäische Föderalismusakademie prämierten junge Leute aus Osteuropa

Bonn. (sar) "Talent ist zu fünf Prozent eine Gottesgabe und zu 95 Prozent Fleiß", glaubt Martin Valchanov, Europäischer Sommerakademie-Teilnehmer und Träger des erstmals verliehenen European Talent Award (EuTA). Ob Talent oder Engagement - mit dem von General-Anzeiger und Europäischer Föderalismusakademie ausgeschriebenen Talentpreis wurden zum ersten Mal acht junge Leute aus den osteuropäischen Beitrittsländern mit einem Platz in der Europäischen Sommerakademie im Wert von je 575 Euro gefördert.

Bei einer Abschlussfeier im Gustav-Stresemann-Institut erhielten die Preisträger ihre Urkunden. "Setzen Sie sich in Ihren Kreisen, in Ihrem Beruf für den Europäischen Gedanken ein", rief Ulf Böge, Präsident des Bundeskartellamts, den 85 Teilnehmern zu. "Wenn wir uns für Europa engagieren, ist es wichtig, dass wir uns auch mit Qualifikation und mit Können engagieren", gab GA-Chefredakteur Joachim Westhoff zu bedenken.

Ein Anliegen, das das Bonner Gustav-Stresemann-Institut bereits seit 15 Jahren mit seiner Sommerakademie verfolgt: Mit einem "zehntägigen Crash-Kurs, um sich in Sachen Europa fit zu machen", sagte Akademie-Leiter Jan Ulrich Clauss.

"Ich habe sowohl beruflich als auch persönlich sehr profitiert", freute sich Migle Volungeviciute, Doktorandin aus Vilnius (Litauen) und ebenfalls EuTA-Preisträgerin. "In den zehn Tagen habe ich so viel gelernt - dafür hätte ich an der Uni ein ganzes Jahr gebraucht."

So gaben nicht nur Professoren, sondern auch Praktiker wie der ehemalige Südosteuropa-Koordinator der EU, Bodo Hombach, oder Mitarbeiter des Auswärtigen Amts ihr Wissen an die jungen Europäer weiter.

Exkursionen nach Luxemburg und Brüssel waren auch dabei. "Hier bekamen wir eine ganz praktische Einsicht in die Institutionen der EU, wie man sie durch einen Vortrag gar nicht vermitteln kann", so der slowakische Preisträger Martin Kanis.

Spielerisch wurde es dann am letzten Tag: Bei einer simulierten internationalen Verhandlung musste jeder Teilnehmer ein ihm fremdes Land vertreten.