Viertes Festquartal zum 200. Geburtstag

Universität Bonn widmet sich der Weltgesellschaft

Stephan Conermann stellte das Programm fürs vierte Festquartal zusammen.

Stephan Conermann stellte das Programm fürs vierte Festquartal zusammen.

Bonn. Die europäische Integration, die soziale Situation in Deutschland, die Migration: Die öffentlichen Diskussionen im vierten Festquartal der Uni Bonn beschäftigen sich mit dringenden Fragen von Gegenwart und Zukunft.

Im Jahr ihres 200. Geburtstages richtet die Uni Bonn ihren Blick auch auf die Zukunft. Das vierte Festquartal steht unter dem Titel „Herausforderungen der Weltgesellschaft“. Welche von ihnen denn nun die größte und dringendste ist, lässt sich auch für Wissenschaftler, die sich mit der Gemengelage auseinandersetzen, kaum beantworten.

„Ich kann dort keine Priorisierung vornehmen. Die europäische Integration, die soziale Situation in Deutschland, Migration, Big Data, die Zukunft der Menschenrechte – es handelt sich um ein unglaubliches Bündel von Herausforderungen, die komplexerweise alle angegangen werden müssen. Alles ist so wichtig, dass man nicht weiß, wo man anfangen soll“, sagt Professor Stephan Conermann von der Universität Bonn. Er hat das Programm für das vierte Quartal mit vielen öffentlichen Veranstaltungen zusammengestellt. Das sei sehr schnell gegangen, sagt der Prorektor für Internationales. Schließlich gebe es an und neben der Uni viele Zentren, die sich gerade mit den wichtigen Fragen von Gegenwart und Zukunft auseinandersetzten und versuchten, gesellschaftswissenschaftliche Antworten darauf zu finden. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen jeweils die Institutionen, keine Einzelpersonen.

So beschäftigt sich die Podiumsdiskussion des Center for Global Studies (CGS) der Uni Bonn am Montag, 29. Oktober, zum Beispiel mit „globalen Machtverschiebungen im Zeitalter der Globalisierung“. Von 19 bis 21 Uhr beleuchten Experten im Universitätsforum (Heussallee 18-24) die derzeitige Veränderung von Machtzentren und -interessen weltweit.

Mit Konflikt- und Friedensforschung beschäftigt sich das Bonn International Center for Conversion (BICC). Das Zentrum richtet am Montag, 5. November, eine Podiumsdiskussion über „Gewaltakteure in Konflikten“ aus. Ab 19 Uhr geht es – ebenfalls im Universitätsforum – um die Rolle, die Milizen, kriminelle Banden oder Terrorgruppen in kriegerischen Auseinandersetzungen spielen.

Bei der Diskussion des Zentrums für Religion und Gesellschaft (ZERG) sitzt Professor Conermann selbst mit auf dem Podium. Der Islamwissenschaftler spricht am Montag, 12. November, ab 19 Uhr (im Universitätsforum) unter anderem über Verhältnis und Interaktion von Gesellschaft und Religion.

Das Institute on Behavior & Inequality (Briq) beleuchtet am Donnerstag, 22. November, wie irrationales menschliches Verhalten wirtschaftliche Prozesse beeinflusst und wie daraus soziale Ungleichheiten entstehen können. Beginn ist um 19 Uhr im Universitätsforum.

Alle Termine des vierten Quartals sind zu finden unter www.200jahre.uni-bonn.de/de.