200 Jahre Universität Bonn

Start mit Ministerpräsident und szenischer Lesung

Auf der wiederhergestellten Bühne von Hörsaal I, hier beim Erstsemester-Empfang, findet der Auftakt zu den Feierlichkeiten statt.

Auf der wiederhergestellten Bühne von Hörsaal I, hier beim Erstsemester-Empfang, findet der Auftakt zu den Feierlichkeiten statt.

BONN. Die ersten Veranstaltungen zum 200. Uni-Jubiläum sind festlich bis bunt. Im Universitätsmuseum heißt es unterdessen: hoch die Tassen.

In der vergangenen Woche hatte Michael Hoch versprochen: „Wir feiern das ganze Jahr durch“. Und schon heute hat der Rektor der Universität Bonn die Gelegenheit, das Jahr der Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag zu eröffnen. In einer internen Feier in der Aula des Hauptgebäudes wird NRW-Ministerpräsident Armin Laschet die Festrede halten.

Der offizielle öffentliche Start ins Jubiläumjahr findet hingegen am Donnerstag um 19 Uhr statt. In Hörsaal I des Hauptgebäudes wird dann eine szenische Lesung unter dem Titel „Sein oder Nichtsein – das ist hier die Frage!“ aufgeführt. Dabei wird die wiederhergestellte Bühne des ehemaligen Theatersaals zum Einsatz kommen. Das Programm verspricht eine „theatrale Stippvisite in die Bonner Universitätsgeschichte(n)“ mit „lebendigen und ewigen“ Gästen.

Die Veranstaltung wird vom „litterarium“ des Kulturforums der Uni verantwortet. Es soll aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden, wie die Universität die Stadt Bonn in 200 Jahren geprägt und beeinflusst hat – so sollen Geschichte und Geschichten der Hochschule wieder lebendig werden. Der Programmteil eröffnet damit auch das erste Quartal des Jubiläumsjahres, das sich mit der Historie der Uni beschäftigt. Die Schirrmherrschaft darüber hat Professor Klaus Sandmann übernommen, Pro-rektor für Hochschulplanung und -entwicklung.

Thematisch passend wird am Freitag um 17 Uhr die neue Sonderausstellung „Stoßt an! Bonn lebe!“ über die ersten 100 Jahre der Studierenden in Bonn im Universitätsmuseum eröffnet. Der Fokus liegt insbesondere auf der Geschichte der Studentenverbindungen, die im 19. Jahrhundert die Quellen einer verfassten Studierendenschaft und damit die Vorläufer einer ersten Vertretung der Studierenden gegenüber der Hochschulleitung darstellten.

Die Sonderausstellung zeigt allerdings auch die Entwicklung der Uni zur „Prinzenuniversität“, also zum Ort der akademischen Ausbildung der Kaiserfamilie, bis sie 1918 ins Exil ging. Und auch Studentinnen werden nicht ausgeklammert, die immerhin seit 1896 Gasthörerinnen sein durften. Ab 1908 waren in Preußen dann auch reguläre Einschreibungen möglich. In Bonn wurde bereits 1899 die Verbindung Hillaritas gegründet worden, die erste deutsche Damenverbindung überhaupt.

Der Titel der Ausstellung stammt aus einem unter Studenten der Gründungsjahre beliebten Trinklied, das Hoffmann von Fallersleben als Bonner Student 1819 in das von ihm erstellte erste Bonner Studenten-Liederbuch aufnahm.

Am kommenden Montag, 22. Januar, startet dann die erste Themenwoche, die unter dem Titel „Glauben – Denken – Leben“ vom Zentrum für Religion und Gesellschaft organisiert wird. Die Auftaktveranstaltung „200 Jahre theologische und religiöse Pluralität in der Universität Bonn“ beginnt um 19 Uhr im Festsaal des Hauptgebäudes der Hochschule. Geplant sind Kurzvorträge aus evangelischer, katholischer und altkatholischer Perspektive.

Das komplette Programm und Veranstaltungsanmeldung online unter www.200jahre.uni-bonn.de