Wissenschaftsregion Bonn-Rhein-Sieg

Ein Innovationscampus für die Nachhaltigkeit

Die Unterzeichner (v.l.n.r.): Professor Christian Borgemeister (ZEF), Professor Joachim von Braun (ZEF), Professor Dirk Messner (DIE), Professor Michael Hoch (Uni Bonn), Professor Jakob Rhyner (UNU), Professor Hartmut Ihne (H-BRS), Professor Conrad Schetter (BICC) und Michael Dedek (BICC).

Die Unterzeichner (v.l.n.r.): Professor Christian Borgemeister (ZEF), Professor Joachim von Braun (ZEF), Professor Dirk Messner (DIE), Professor Michael Hoch (Uni Bonn), Professor Jakob Rhyner (UNU), Professor Hartmut Ihne (H-BRS), Professor Conrad Schetter (BICC) und Michael Dedek (BICC).

BONN. Erste Projekte einer neuen Wissenschaftsallianz aus zahlreichen namhaften Institutionen aus Bonn und der Region sind bereits in Planung. Die Erwartungen, die mit dem Konsortium verbunden werden, sind groß.

In der Wissenschaftsregion Bonn-Rhein-Sieg arbeiten neben den Hochschulen auch international renommierte Forschungsinstitute an Fragen im Zusammenhang mit den 17 globalen Zielen zur nachhaltigen Entwicklung. Um diese Aktivitäten künftig stärker zu bündeln und Synergien besser zu nutzen, haben die wichtigsten Akteure der Region die „Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung“ gegründet.

Die feierliche Vertragsunterzeichnung fand im Rahmen der Weltklimakonferenz statt. Neben der Universität Bonn, die federführend für das Zustandekommen der Allianz war, beteiligen sich daran die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS), das Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS), das Bonn International Center for Conversion (BICC) sowie das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE).

Die Erwartungen, die mit dem Konsortium verbunden werden, sind groß. Für Professor Hartmut Ihne, Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, ermöglicht „die Verschränkung der unterschiedlichen Leistungsprofile eine große Bandbreite der Themen und Synergien. Ich denke, dass die Allianz ein starkes Netzwerk ist, das den Nachhaltigkeitsdiskurs deutlich prägen wird.“ Und DIE-Direktor Dirk Messner sieht gar die Möglichkeit, dass Bonn durch die Gründung zu einem „zentralen Knotenpunkt der weltweiten Nachhaltigkeitsforschung“ werden könne.

Konkrete Vorstellungen für die Zusammenarbeit existieren auch bereits. So ist laut Professor Conrad Schetter, dem wissenschaftlichen Direktor des BICC, ein Innovationscampus Bonn angedacht, in dem sich mehrere Institute intensiver mit Fragen der Nachhaltigkeitsforschung befassen. Ob es auch zu der gewünschten räumlichen Zusammenlegung kommen kann, ist noch nicht abschließend geklärt, erhofft man sich doch davon zusätzliche Synergieeffekte.

Die inhaltlichen Schwerpunkte werden auf Bioökonomie, Digitalisierung sowie Migration und Mobilität liegen, also den Themenfeldern, die alle Akteure bereits unterschiedlich stark mit ihrer jeweiligen Expertise besetzen. Die Universität wird sich mit Instituten der Landwirtschaftlichen und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät sowie dem Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) thematisch vielfältig einbringen können.

Überschneidungen gibt es auch im Themenbereich Migration und Mobilität. Hier sind vor allem BICC und UNU-EHS mit ihren unterschiedlichen Ansatzpunkten aktiv, aber auch die Universität mit ihrem Masterstudiengang Katas-trophenvorsorge und -management. Das DIE untersucht seit vielen Jahren, wie gesellschaftliche, politische und ökonomische Transformationsprozesse in Richtung Nachhaltigkeit gestaltet werden können und welchen Dynamiken diese unterliegen. Für die Hochschule Bonn Rhein-Sieg stellt der Transfer der Ergebnisse in Praxis und Wirtschaft ein wichtiges Element dar.