Pläne der deutschen Post

Briefporto soll später und stärker steigen

Der Weg zum Briefkasten entfällt immer häufiger: Viele Deutsche schreiben kaum noch Briefe, sondern lieber Emails. Das spürt die Post.

Der Weg zum Briefkasten entfällt immer häufiger: Viele Deutsche schreiben kaum noch Briefe, sondern lieber Emails. Das spürt die Post.

10.02.2019 Bonn. Bisher wollte die Deutsche Post das Briefporto zum 1. April erhöhen - von derzeit 70 auf voraussichtlich 80 Cent. Nun soll die Erhöhung einem Bericht zufolge später kommen und drastischer ausfallen.

Das Briefporto soll einem Zeitungsbericht zufolge statt im April erst im Sommer steigen, dann aber womöglich stärker als bislang erwartet. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Montag) unter Berufung auf einen ihr vorliegenden Entwurf zur Änderung der Post-Entgeltregulierungsverordnung des Bundeswirtschaftsministeriums.

Bisher hatte die Deutsche Post zum 1. April eine Erhöhung des Briefportos in Aussicht gestellt. Die Bundesnetzagentur beabsichtige der Deutschen Post einen Preiserhöhungsspielraum von 4,8 Prozent einzuräumen, hatte der Bonner Konzern Mitte Januar mitgeteilt. Beobachtern zufolge hätte das eine Anhebung des Portos für einen Standardbrief von 70 auf 80 Cent nach sich gezogen.

Der Zeitung zufolge gesteht das Ministerium der Post nun eine höhere Umsatzrendite zu. Dazu werde der bisher gebräuchliche europäische Vergleichsmaßstab zugunsten der Post angepasst. Durch die neuen Vorgaben werde die Bundesnetzagentur, welche die Portoanträge der Post genehmigen muss, gezwungen, einen größeren Erhöhungsspielraum einzuräumen. Aus der Branche hieß es dem Bericht zufolge, es sei eine Anhebung in Richtung 85 bis sogar 90 Cent denkbar. Voraussichtlich wären die neuen Preise drei Jahre gültig. (dpa)