Regionaler Arbeitsmarkt

Zehn Prozent weniger Langzeitarbeitslose in der Region

Im Vergleich zum Oktober sank die Zahl der Arbeitssuchenden um 18.000, gegenüber dem Vorjahresmonat um 182.000.

Im Vergleich zum Oktober sank die Zahl der Arbeitssuchenden um 18.000, gegenüber dem Vorjahresmonat um 182.000.

Bonn. In Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis geht die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung im Jahresvergleich zurück. Vor allem bei der Grundsicherung ist die Entwicklung positiv.

Normalerweise ist der November eher ein Monat für steigende Arbeitslosenzahlen. Das ist in diesem Jahr anders. Bundesweit sank die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Oktober um 18 000. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 4,8 Prozent zurück.

Die Region Bonn/Rhein-Sieg blieb hinter dieser Entwicklung zurück: „Wie in den vergangenen beiden Jahren blieb die Arbeitslosenquote von Oktober auf November stabil“, sagt Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg. Das gilt für fast alle Geschäftsstellen in der Region. Nur in Königswinter sowie im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis ging die Quote leicht nach oben.

Mit 5,2 Prozent liegt die Arbeitslosenquote 0,4 Prozentpunkte niedriger als vor einem Jahr. Nur in Königswinter stiegen die Zahlen. Die Arbeitslosenquote liegt dort mit 4,4 Prozent 0,1 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr. Sie ist jedoch am niedrigsten von allen Geschäftsstellen Bonn/Rhein-Sieg.

„Sehr erfreulich ist, dass die Arbeitslosigkeit gerade in der Grundsicherung stark rückläufig ist“ sagte Krause. Die Gruppe der Langzeitarbeitslosen, die immerhin knapp 38 Prozent an allen Arbeitslosen ausmacht, sank gegenüber dem Vorjahr um mehr als zehn Prozent.

Positive Entwicklung in NRW

Rechnet man zu den 25 517 Arbeitslosen in der Region noch die 5845 Jobsuchenden hinzu, die gerade Aus- und Fortbildungen absolvieren oder in Trainingsmaßnahmen für den Berufsalltag fit gemacht werden sollen, kommt man auf die sogenannte Unterbeschäftigung. Dieser Wert zeichnet ein umfassenderes Bild vom Mangel an regulärer Beschäftigung. Die Unterbeschäftigung in der Region ist im Vergleich zum Vormonat um 152 Personen (+0,4 Prozent) gestiegen, gegenüber dem Vorjahresmonat jedoch um 1081 Personen (minus drei Prozent) gesunken.

Auch für gesamt Nordrhein-Westfalen zeigt der Arbeitsmarkt eine positive Entwicklung: Ohne Job waren 617 226 Menschen. Das waren 51 100 Menschen weniger als im Vorjahresmonat. Das sei der niedrigste Stand seit 1992, wie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote liegt NRW-weit bei 6,4 Prozent.