Statistik der Agentur für Arbeit

Von hier kommen die Berufspendler nach Bonn

Verkehrschaos auf der Reuterstraße.

Viele Pendler kommen täglich nach Bonn.

Bonn/Region. Die meisten Berufstätigen, die nach Bonn pendeln, kommen aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Das hat eine Auswertung der Agentur für Arbeit ergeben. Deutlich weniger Pendler kommen hingegen aus den anderen Kreisen rund um Bonn.

Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt zwischen Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis ist stark miteinander vernetzt. Zu diesem Schluss kommt die Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg aufgrund der Auswertung der neuen Pendlerzahlen aus dem vergangenen Jahr. Untersucht wurde dabei die Anzahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Pendler in Bonn und der Region.

Insgesamt fahren laut der Statistik 103.617 Beschäftigte nach Bonn zur Arbeit. 43.973 pendeln aus der Stadt heraus. Daraus ergibt sich ein positives Pendlersaldo von 59.644. Im Vergleich zum Jahr 2017 ist die absolute Zahl der Pendler gesunken. Laut Pendleratlas NRW lag die Zahl der Einpendler für Bonn ein Jahr zuvor bei 136.497 und die Zahl der Auspendler bei 56.780.

Nach wie vor kommt fast die Hälfte der Einpendler (47.986) aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Knapp 4000 Auszubildende fahren für ihre Ausbildung ebenfalls nach Bonn, auch hier stammen die meisten Einpendler aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Aus Köln pendeln weitere 12.189 Arbeitnehmer ein und aus dem Kreis Ahrweiler 7471.

 

Aus dem Kreis Ahrweiler pendelt auch Andrea Röhrig bis zu fünf Mal die Woche nach Dransdorf. Für eine Strecke von rund 40 Kilometern von Remagen bis zur Arbeit braucht Röhrig mit dem Auto zwischen 45 und 60 Minuten.

Seit fast zwei Jahren ist die Fahrt für die 30-Jährige zur Normalität geworden, ein Umzug kommt für sie nicht infrage: „Eine Wohnung in Bonn wäre zu teuer und ich lege Wert auf einen eigenen Garten“, erklärt Röhrig. Umgekehrt pendelt aber auch rund ein Drittel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (32,5 Prozent) aus der Stadt Bonn in den Rhein-Sieg-Kreis.

Unter den Auszubildenden gibt es gleichermaßen eine große Anzahl an Pendlern. Mehr als die Hälfte der 3915 nach Bonn einpendelnden Azubis leben im Rhein-Sieg-Kreis (52,7 Prozent). So fahren 2062 Auszubildende zu ihrer Arbeitsstätte nach Bonn, weitere 360 kommen aus Köln und 237 aus dem Rhein-Erft-Kreis.

Der Rhein-Sieg-Kreis hat ein negatives Pendlersaldo von 65.732: Denn 59.355 Beschäftigte fahren in den Kreis zur Arbeit, weitere 125 087 fahren heraus. Ein Viertel der beschäftigten Einpendler stammt aus Bonn. Weitere 14,6 Prozent aus Köln. Bei den Auszubildenden gibt es ebenfalls ein negatives Saldo. 2125 Azubis pendeln ein, 4421 heraus – die meisten auspendelnden Azubis arbeiten in Bonn und Köln.