Firma aus Unkel

"Shokomonk" produziert Schokoriegel

Kai Schauer (links) und Mitbegründer Dennis Kretzing von Shokomonk testen ihr Produkt.

Kai Schauer (links) und Mitbegründer Dennis Kretzing von Shokomonk testen ihr Produkt.

Unkel. "Shokomonk" aus Unkel produziert rund zehn Millionen Riegel jährlich. Wachstumspotenzial sehen die Unternehmer im Export. Wir stellen das Unternehmen vor.

Tiramisu, Latte macchiato oder Pistazie – 25 Geschmacksrichtungen gibt es mittlerweile bei „Shokomonk“ zur Auswahl. Die 50 Gramm schweren Schokoriegel werden in 17 Länder exportiert. Vor 13 Jahren sah die Welt der Gründer Kai Schauer und Dennis Kretzing noch anders aus: Im Jahr 2006 präsentierten sie ihr handliches Produkt das erste Mal auf der Internationalen Süßwarenmesse (ISM) in Köln und konnten nicht abschätzen, ob ihr Produkt gut ankommen würde.

„Wir haben damals die kleinste Menge in Auftrag gegeben, die möglich war“, erinnern sich die beiden. Danach hieß es Werbung in Eigensache machen. „Wir sind von Café zu Café und weiter in die Kinos gefahren und haben unsere Riegel vorgestellt“, erzählt Schauer.

„Eine Affinität zum Produkt haben wir schon vorher gehabt, und außerdem kannten wir uns im Markt aus“, sagt Kretzing. Auch vor der Gründung ihres eigenen Unternehmens hatten die beiden für einen Schokoladenhersteller in der Region zusammengearbeitet. „Schokolade hat ein hohes Potenzial und es macht Spaß, mit den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen zu experimentieren“, findet Dennis Kretzing, der als gelernter Designer unter anderem für Werbung und Flyergestaltung zuständig ist.

Von den tausend ersten Riegeln haben es die Jungunternehmer auf rund zehn Millionen produzierte Riegel jährlich geschafft. Ihren genauen Umsatz wollen sie nicht verraten: „Er liegt im hohen einstelligen Millionenbereich“, sagt Schauer. Eine Produktionsstätte sucht man in Unkel allerdings vergeblich: „Die Schokoladenherstellung stellt man sich immer so romantisch vor. Aber man benötigt dafür einen riesigen Produktionspark“, erklärt Kretzing. Aus diesem Grund findet die Produktion bei einem Partner in Hannover statt.

Dort werden die Bohnen erst geröstet, gebrochen, gelangen schließlich ins Mahlwerk, je nach Sorte noch ins Presswerk und dann folgt das Conchieren. „Das ist dort, wo die Magie passiert“, führt der 44-Jährige weiter aus. Die Conchiermaschine ist ein spezielles Rührwerk, durch das sich nicht nur Wasser, sondern auch Geruchs-, Bitter- und Aromakomponenten verflüchtigen.

Nachdem die Riegel in ihre entsprechende Form gegossen wurden, folgt der Kühltunnel und schließlich die Wickelmaschine, um die handlichen Riegel zu verpacken. Die geringe Grammzahl des Produkts ist bewusst so gewählt: „Wir wollten nichts von der Stange, und der Verbraucher hat immer wieder ein großes Interesse, Neues auszuprobieren“, sagt Kretzing. Außerdem sei der Markt seit 2005 extrem gewachsen.

Flexibilität ist wichtig

Seitdem kämen immer wieder neue Sorten auf den Markt und Trends wie „gesalzenes Caramel“ werden immer beliebter. In der Schokoladen- und Süßwarenbranche ist es laut den beiden Unternehmern besonders wichtig, schnell und flexibel zu reagieren. „Es gibt immer wieder beliebte Geschmacksrichtungen, die schnell kommen, aber auch genauso schnell wieder verschwinden können.“

Neben ihrem Basissortiment von 25 Geschmacksrichtungen gibt es regelmäßig saisonale Angebote und Aktionsriegel. Von ihren Geschäftsräumen in Dollendorf ging es ins Beueler Gewerbegebiet, bis sie die festen Strukturen ganz auflösten: „Die meisten unserer Mitarbeiter sind für den Vertrieb in ganz Deutschland und im Ausland unterwegs. Deswegen haben wir irgendwann die Büroräume abgeschafft und genießen seitdem die Möglichkeit, im Home-Office die Arbeit zu erledigen“, sagt Schauer. Seitdem hat Shokomonk seinen Sitz beim gelernten Außenhandelskaufmann zu Hause in Unkel. Schauer und Kretzing arbeiten daran, ihren Export noch weiter auszubauen. Derzeit werden rund 40 Prozent in Deutschland vertrieben, 60 Prozent exportiert. Besonders in den USA, Österreich, Italien und Skandinavien ist Shokomonk beliebt.