Automobilzulieferer

Recticel schließt Standort in Rheinbreitbach

RHEINBREITBACH. Die Rheinbreitbacher Recticel Automobilsysteme GmbH plant, ihren Standort in Rheinbreitbach zum Jahresende 2015 aufzugeben. Die letzten 40 noch verbliebenen Stellen im Werk werden abgebaut, teilte das Unternehmen gestern mit.

Die Arbeitsplätze der Verwaltungs- und Zentralbereiche zur Steuerung des weltweiten Geschäftes sollen ab Mitte 2015 "an einem neuen Standort in regionaler Nähe konsolidiert werden", heißt es in einer Mitteilung. Genauere Angaben konnte das Unternehmen gestern nicht machen. Die Geschäftsführung werde in den kommenden Wochen Verhandlungen mit dem Betriebsrat aufnehmen. Ziel sei ein möglichst sozialverträglicher Personalabbau, der Arbeitsplatzangebote in anderen Recticel-Werken beinhalten könne.

Das deutsche Tochterunternehmen des belgischen Recticel-Konzerns fertigt Oberflächen für Autoteile wie Türverkleidungen oder Handschuhkästen aus dem Kunststoff Polyurethan. Schon Ende 2011 hatte Recticel verkündet, dass seine Automobilsparte keine Innenausstattungsteile der neuen Mercedes C-Klasse liefern werde.

Die Produktion für die derzeitige C-Klasse läuft 2015 aus. Hinzu komme die Entscheidung des Autozulieferers Johnson Controls, seinen Standort in Grefrath zu schließen und die Jahresbedarfe für das E-Klasse Coupé für 2016 und 2017 vorzuproduzieren. So gebe es nach Ende 2015 keine Lieferabrufe mehr.

Bereits Anfang letzten Jahres hatte Recitel Automotive einen massiven Stellenabbau bis zum Jahr 2015 bekanntgegeben. Damals waren noch 178 Mitarbeiter in der Produktion beschäftigt.