Unkeler Safthersteller

Rabenhorst verlagert Logistik in den Westerwald

Rotbäckchensaft des Herstellers Rabenhorst.

Rotbäckchensaft des Herstellers Rabenhorst.

Unkel/Anhausen. Safthersteller Rabenhorst strukturiert seine Logistik um: Sie soll nach Anhausen im Westerwald umziehen. Aber auch am Standort in Unkel wird es Veränderungen geben.

Der Unkeler Safthersteller Rabenhorst („Rotbäckchen“) lagert seine Logistik nach Anhausen im Westerwald aus. Am eigentlichen Firmenstandort stehe nicht ausreichend Platz zur Verfügung, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag. Rund 750.000 Euro habe Rabenhorst in die Umstrukturierung seiner Logistik investiert.

Das Familienunternehmen will weiter wachsen und modernisiert daher auch seine Produktion am Hauptsitz in Unkel. Hier sollen neue Tanks in die Erde eingelassen werden, die bis zu 90.000 Liter Fruchtsaft fassen. Im vergangenen Jahr hatte Rabenhorst bereits eine neue Kelterei in Betrieb genommen und damit die Kapazität zur Verarbeitung von Früchten verdoppelt.

Im vergangenen Jahr hat Rabenhorst nach eigenen Angaben einen Umsatz von etwas mehr als 40 Millionen Euro erzielt. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 135 im vergangenen Jahr auf heute 150. Langfristig will das Unternehmen nach früheren Angaben einen Umsatz von 50 Millionen Euro ansteuern.

Vor allem die Einführung von so genannten Smoothies, besonders dickflüssigen Säften, habe bei Rabenhorst für wachsende Umsätze gesorgt. Das Modegetränk aus dem Kühlregal verkauft Rabenhorst im Gegensatz zu Konkurrenten in Glas- statt Plastikflaschen.

Das Unternehmen geht auf ein im Jahr 1805 durch Pfarrer Johann-Heinrich Lauffs in Oberwinter gegründetes Weingut zurück. 1885 verlegte sein Enkel Oskar Lauffs den Betrieb an den heutigen Standort in Unkel. Wenig später brachte das Unternehmen die ersten „nicht alkoholischen Weine“ auf den Markt, die erstmals durch Pasteurisierung haltbar gemacht wurden. Damals entstand die Saftmarke „Roter Rabenhorster“.