Post-Tochter DHL bezieht neue Zentrale

<b>Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann </b>gratulierte dem Vorstandsvorsitzenden
der Deutschen Post, Frank Appel, zum neuen DHL-Domizil in der Fritz-Erler-Straße.

<b>Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann </b>gratulierte dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post, Frank Appel, zum neuen DHL-Domizil in der Fritz-Erler-Straße.

Dieckmann: Signal für Strukturwandel - Lob für Investor Marc Asbeck

Bonn. Dieser Auftritt passte zu dem Logistikkonzern DHL: Auf einem Motorrad rauschte ein Bote in den Eingang des Hauses Fritz-Erler-Straße 5 und übergab Post-Chef Frank Appel, OB Bärbel Dieckmann und DHL-Finanzchef Oliver Gritz ein Paket. Inhalt: drei Scheren.

Damit durchschnitt das Trio ein rotes Band - und mit diesen traditionellen Akt war die Eröffnung der neuen DHL-Unternehmenszentrale im Post-Campus vollzogen. Dieser besteht aus sechs Gebäuden an der Fritz-Erler- und Heinrich-Brüning-Straße. Vier Häuser sind bereits bezogen worden oder werden in Kürze eingeweiht, die beiden übrigen Komplexe werden bis Mitte nächsten Jahres fertig; allesamt mit modernster Technik einschließlich energetischer Grundwassernutzung und Solaranlagen ausgestattet.

Insgesamt arbeiten künftig im neuen DHL-Head Office rund 2 000 Experten, die nun erstmals alle unter einem Dach vereint sind und bisher auf zahlreiche Standorte im In- und Ausland verteilt waren; jeder zweite DHL-Arbeitsplatz ist übrigens neu nach Bonn gekommen. Insgesamt beschäftigt der Mutterkonzern rund 7 000 Mitarbeiter in der Stadt (davon 2 000 im Tower), in der inzwischen alle fünf Unternehmenssparten ihren Sitz haben.

Großes Lob spendeten Dieckmann, Appel und Gritz dem Campus-Investor Marc Asbeck, der den Campus gebaut und langfrisitig an den Konzern vermietet hat. "Ich freue mich, wenn sich Investoren wie Marc Asbeck zu Bonn bekennen und zudem gute Entscheidungen für die Stadt treffen und umsetzen", sagte die OB, die in dem Campus auch ein "Signal für den Strukturwandel" sieht.

Im übrigen habe die DHL, Tochter der Deutschen Post, "große Bedeutung für Bonn und die Region als wichtiger Arbeitgeber und als innovationsfreudiges Unternehmen". Den Mitarbeitern aus mehr als 30 Ländern versprach sie "alles zu tun, damit sie sich hier wohlfühlen". Das tun bereits Appel und Gritz, wie sie in ihren Ansprachen bekannten. So lobten beide die gute Infrastruktur der Stadt ebenso wie die ausgezeichnete Wohnqualität.

Appel erinnerte daran, dass die Post für die DHL einen Standort in der Nähe zum Tower gesucht habe, wobei die Umsetzung der Post-/Asbeck-Pläne "ohne Unterstützung der Stadt nicht möglich gewesen wäre".