Mit Bonanza-Rädern begann der Erfolg

Das Familienunternehmen Schauff produziert seit 66 Jahren in Remagen

Bonn. (arm) In Remagen steht eine der ältesten Fahrradschmieden Deutschlands. Vor 66 Jahren baute Hans Schauff senior dort seinen ersten Rahmen zusammen und legte den Grundstein für ein Unternehmen, das heute zu den weltweit renommiertesten Namen der Branche zählt.

Die mittlerweile knapp hundert Mitarbeiter des Familienbetriebes sorgen dafür, dass aus den hochtechnisierten Produktionshallen jährlich knapp 100 000 Fahrräder in die Geschäfte rollen. Fast 2 000 Fachhändler vertreiben den Angaben der Firma zufolge die Trekkingräder, Triathlon-, Mountain und BMX-Bikes, die Lightrider, Tandems, die gefederten Bandscheibenfahrräder und die professionellen Rennmaschinen made in Remagen. Bei Umsatzangaben hält sich Schauff bedeckt, nur so viel: Er liegt in zweistelliger Millionenhöhe.

Das Unternehmen, das in den 70er Jahren das Bonanza-Rad bekannt machte, später die BMX-Räder erfand und als erster europäischer Hersteller Mountainbikes produzierte, gilt als Pionier unter den Fahrradherstellern. Das wissen auch Unternehmen aus anderen Branchen zu schätzen und kleben ihr Label gerne auf die Aluminiumgestelle aus Remagen.

Lufthansa, die Deutsche Post und demnächst die Bahn lassen Schauff-Räder unter ihrem Namen rollen. Rennsport-Marken wie Team Telekom, Eddy Merckx, Hennes Junkermann und Rudi Altig werden im Rheinland gefertigt. Auch Automarken wie Volvo setzen auf Schauff-Qualität und vertreiben die Räder unter dem eigenem Logo.

Insgesamt steckt hinter 32 weltweit vertriebenen Labels der Name Schauff. Die in vier Generationen gewachsene Erfahrung und die Testverfahren werden mit Auszeichnungen belohnt. Ute Schauff, die mit ihren Söhnen Jan und Axel die Geschäfte führt, konnte allein in den vergangenen zwei Jahren zehnmal ihre Produkte als Testsieger in Fachzeitschriften wiederfinden. Das zahlt sich auch in den Auftragsbüchern aus, die gegen den Branchentrend immer noch voll sind.