Kein Grund zur Panik

Kommentar

Bonn. Die aktuelle Arbeitslosenzahl vermittelt noch einmal Zuversicht. Dennoch warnt die Chefin der Arbeitsagentur Bonn/Rhein-Sieg, Marita Schmickler-Herriger, bereits: Im kommenden Jahr werden die Ergebnisse schlechter ausfallen. Angesichts der zum Teil gebetsmühlenartig herbeigeredeten Krise können solche Prognosen nicht überraschen.

Die Frage ist nur: Wie sehr wird es die regionale Wirtschaft treffen? Allen Horrorszenarien zum Trotz: Die Wirtschaft in der Region ist mit ihren rund 13 000 Klein- und Mittelbetrieben gut aufgestellt. Außerdem haben die Firmen in den vergangenen Jahren ihren Personalbestand so zurechtgestutzt, dass deren Aufträge mit noch weniger Beschäftigten kaum zu bewältigen wären.

Laut Frank Weise, Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, könnten Firmen einen Auftragverlust von bis zu 15 Prozent verkraften, ohne sich von Mitarbeitern trennen zu müssen.

Nach Einschätzung der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg wird es demnach nicht zu einer dramatischen Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt kommen. Kein Grund zur Panik also, auch wenn das Jammern und Klagen derzeit zum guten Ton zu gehören scheint.

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