Sanierungsprogramm Kürzungen bei T-Systems treffen Standort Bonn stark

Blick in ein Rechenzentrum: T-Systems bietet Großkunden IT-Dienstleistungen an.

Bonn. In den kommenden Wochen wird geklärt, wie das Sanierungsprogramm umgesetzt werden soll. Der Stellenabbau wird sich im ersten Jahr auf Verwaltung und Management konzentrieren.

Bei T-Systems werden erst in den kommenden Wochen Details geklärt, wie das Sanierungsprogramm konkret umgesetzt werden soll, sagte am Freitag ein Telekom-Sprecher. T-Systems-Chef Adel Al-Saleh hatte am Donnerstag den Mitarbeitern ein radikales Sanierungsprogramm verkündet (der GA berichtete). Danach sollen bei der kriselnden Telekom-Geschäftskundentochter bis 2020 rund 6000 Stellen allein in Deutschland gestrichen werden. Weltweit sollen es 10 000 sein.

Der Stellenabbau wird sich im ersten Jahr auf Verwaltung und Management konzentrieren. Davon wird voraussichtlich der Standort Bonn besonders stark betroffen sein, da hier viele Verwaltungs- und Managementpositionen sind. Insgesamt sollen noch in diesem Jahr 2000 Stellen in Deutschland wegfallen.

Derzeit arbeiten bei T-Systems 2000 Beamte. Ihnen wird Vorruhestand angeboten. Die gesetzliche Regelung ist freiwillig. Wie viele gehen sollen, ist noch nicht geklärt. Andere Bestandteile des Personalprogramms hängen von Einigungen mit dem Arbeitnehmervertretern ab. Die Gewerkschaft Verdi hat am Donnerstag erbitterten Widerstand angekündigt. 

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