Schließung des Bonner Möbelhauses

Großer Ansturm bei Mambo-Ausverkauf

Noch vier Filialen betreibt der Möbelhändler Mambo in Bonn und Köln. Die Zentrale ist in Bonn in der Ennemoserstraße.

Noch vier Filialen betreibt der Möbelhändler Mambo in Bonn und Köln. Die Zentrale ist in Bonn in der Ennemoserstraße.

Bonn. Der Ausverkauf beim Bonner Möbelhaus Mambo hat begonnen. Nach der Schließung Ende Juli verpachtet der Inhaber das Gebäude an mehrere Händler.

Der Parkplatz war die letzten Wochen so voll, dass der Bonner Unternehmer Peter Kopprasch einen Parkplatzwächter engagieren musste, der den Verkehr regelt. Seit er Ende März die Schließung seines Möbelhauses Mambo angekündigt hat, sei der Ansturm kaum zu bremsen, erzählt er. Die letzten drei Wochen liefen „unvorstellbar gut“ für den Unternehmer. Dabei beginnt der offizielle Ausverkauf erst am heutigen Donnerstag. Auf der einen Seite sei traurig, dass die Kunden erst jetzt so viel kauften, sagt Kopprasch. „Der Parkplatz war nie so voll.“ Auf der anderen Seite freut er sich natürlich über die ganzen Schnäppchenjäger.

Bis Ende Juli soll der Räumungsverkauf mit bis zu 55 Prozent Rabatt maximal gehen. Dann wird Kopprasch das Gebäude in der Ennemoserstraße verpachten. Die Namen der Pächter darf er zwar noch nicht nennen. Nur so viel: Es seien ebenfalls Möbelhändler, die wieder einziehen.

Die Hälfte der Mitarbeiter hat bereits einen neuen Job

Derzeit ist er noch damit beschäftigt, sich um die Zukunft seiner rund 70 Mitarbeiter zu kümmern. „Die Mehrzahl hat bereits einen neuen Job“, erzählt er. Blieben noch drei Monate, um auch die anderen zu vermitteln. Seit er weiß, dass er sein Geschäft schließt, sondiert er den Bedarf bei Mitbewerbern – bisher recht erfolgreich.

Die Kunden können zwecks Gewährleistung noch weitere zwei Jahre einen Ansprechpartner bei Mambo unter der gewohnten Nummer erreichen. Möbel ausgeliefert werden noch bis Ende des Jahres.

Ende März hatte Kopprasch mitgeteilt, das Traditionsunternehmen, das sein Vater vor mehr als fünf Jahrzehnten eröffnet hatte, zu schließen. Der Kundenschwund war demnach in den letzten Jahren so groß, dass der Geschäftsführer keine Zukunft mehr für das Möbelhaus sah. Das Unternehmen hatte zuletzt vier Filialen in Köln und Bonn. Eine weitere in Trier bleibt als Franchise bestehen.