Kreis Ahrweiler

Große Unterschiede beim Wasserpreis

KREIS AHRWEILER. Für einen Kubikmeter Trinkwasser muss ein rheinland-pfälzischer Haushalt aktuell netto durchschnittlich 1,70 Euro aufwenden. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sind dies drei Prozent mehr als im Vorjahr und 13 Prozent mehr als im Jahr 2005 (1,50 Euro).

Neben diesem Entgelt müssen die Haushalte eine verbrauchsunabhängige Grundgebühr bezahlen, die im Landesdurchschnitt innerhalb der vergangenen acht Jahre um mehr als 35 Prozent von durchschnittlich 57,28 Euro auf 77,42 Euro gestiegen ist.

Besonders gravierend sind die Unterschiede im Kreis Ahrweiler. In Altenahr beträgt der Netto-Wasserpreis pro Kubikmeter 2,64 Euro. Das zusätzliche pauschale Jahresentgelt beläuft sich auf 156 Euro. In Bad Neuenahr-Ahrweiler sind hingegen lediglich 1,40 Euro für einen Kubikmeter Wasser zu bezahlen, das haushaltsübliche verbrauchsunabhängige Jahresentgelt schlägt mit nur 34,80 Euro zu Buche.

Eine Modellrechnung der Statistiker in Bad Ems ergab für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 80 Kubikmeter Trinkwasser für das laufende Jahr eine Belastung von rund 213 Euro. Vor acht Jahren waren die Ausgaben noch um 16,8 Prozent niedriger. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex ist in Rheinland-Pfalz in diesem Zeitraum um 13 Prozent gestiegen.

Die Trinkwasserpreise weisen sehr starke regionale und lokale Unterschiede auf. So ist in den kreisfreien Städten eine Preisspanne von 149 Euro (Speyer) bis 258 Euro (Mainz) zu registrieren. Ähnlich groß sind die Differenzen zwischen den Landkreisen und innerhalb der Landkreise.

Beispielsweise im Kreis Ahrweiler. Remagen verlangt einen Kubikmeterpreis von 2,20 Euro und einen Jahresbetrag von 72 Euro. In Sinzig ist der Kubikmeterpreis sehr viel günstiger: 1,72 Euro muss für das Trinkwasser gezahlt werden, bei einem Jahresbetrag, der wie in Remagen bei 72 Euro liegt.

Noch günstiger ist der Wasserbezug in der Verbandsgemeinde Bad Breisig. Dort kostet der Kubikmeter 1,43 Euro. Wie in Remagen und Sinzig wird zudem das zusätzliche Entgelt von 72 Euro pro Jahr erhoben. Tiefer ins Portemonnaie müssen die Grafschafter greifen. 2,10 Euro fallen pro Kubikmeter an, 96 Euro für die Jahresgebühr.