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Ford schreibt schwarze Zahlen in Europa

US-Automarkt

Ford brachte 2015 8,3 Prozent mehr Autos auf die Straße. Foto: Andrew Gombert, epa/dpa

KÖLN. Im abgelaufenen Jahr hat Ford in Europa dank einer neuen Art der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen schwarze Zahlen geschrieben.

Ford sei in allen Geschäftseinheiten der Welt außer Südamerika profitabel, sagte Ford-Chef Mark Fields auf einer Automobilkonferenz der Deutschen Bank in den USA.

In Europa sei man in die Profitabilität zurückgekehrt, so Fields. Für den Konzern erwartet Ford ein um 1,5 Milliarden Euro verbessertes Ergebnis. Der Vorsteuergewinn soll 2015 zwischen zehn und elf Milliarden Dollar liegen.

In Europa hat Ford nach eigenen Angaben in den ersten neun Monaten des abgelaufenen Jahres nach neuer Bilanzierung einen Gewinn vor Steuern von 128 Millionen Dollar erzielt. Nach alter Methode hätte da ein Verlust von 381 Millionen Dollar gestanden.

Auch ohne die neue Bilanzierungsmethodik hat Ford die Ergebnisse in Europa seit 2012 stetig verbessert. Der operative Verlust verringerte sich nach alter Bilanzierung von 1,7 Milliarden Dollar im Jahr 2012 über 1,4 Milliarden in 2013 und 1,1 Milliarden in 2014.

Ford hatte auf neue Modelle gesetzt, darunter kleine Geländewagen, für die das Unternehmen in Europa einen wachsenden Markt sieht. Das Unternehmen hatte aber auch Werke geschlossen, darunter die Montage der Modelle Mondeo, S-Max und Galaxy in belgischen Genk. Die Produktion der Modelle wurde ins spanische Valencia verlagert.

Deshalb kam der neue Mondeo deutlich später als geplant auf den Markt. Im abgelaufenen Jahr konnte Ford die Mondeo-Verkäufe deutlich steigern, in Deutschland etwa um 65 Prozent. Insgesamt konnte Ford den Absatz von Pkw in Deutschland um neun Prozent auf 260.000 Fahrzeuge steigern. Auch in den 20 europäischen Hauptmärkten wuchs Ford stärker als der Branchendurchschnitt. Dort verkaufte Ford 1,3 Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Das sind elf Prozent mehr als 2014.