Höhere Kosten im Nahverkehr

Fahrkarten in Köln und Bonn sind im Vergleich teuer

Die S23 von Bonn Hauptbahnhof bis Euskirchen fährt immer noch mit einer Diesellok. Die Deutsche Bahn plant die Elektrifizierung ab 2033.

In einer Studie verglich der ADAC die Fahrkartenpreise in 21 Städten. In Köln, Bonn und weiteren NRW-Städten sind die Tickets besonders teuer.

Köln/Bonn. Laut einer Studie des ADAC schneidet NRW im Preisvergleich bei Fahrkarten schlecht ab. In Köln und Bonn kostet ein Tagesticket etwa 70 Prozent mehr als in Stuttgart.

Fahrkarten für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sind in Köln und Bonn laut einem ADAC Preisvergleich von 21 deutschen Städten mit mehr als 300.000 Einwohnern deutlich teurer als in anderen Regionen. So kostet eine Tageskarte in diesen beiden Städten 8,80 Euro und damit rund 70 Prozent mehr als beim günstigsten Anbieter in Stuttgart (5,20 Euro). Das Kurzstrecken-Ticket ist in Köln und Bonn mit zwei Euro rund 43 Prozent teurer als in der Schwabenmetropole. Große Preisunterschiede stellte der ADAC auch bei der Monatskarte für Erwachsene fest: Wer diese in Köln oder Bonn kauft, zahlt 98,50 Euro, Fahrgäste aus München zahlen hingegen nur 55,20 Euro.

In Nordrhein-Westfalen sind die Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr laut ADAC bis zu 78 Prozent teurer als in anderen Bundesländern. Vier der sieben relevantesten Ticketarten im jeweiligen Stadtgebiet kosten in den großen Städten NRWs am meisten. Ursachen für die hohen Preisdifferenzen in den Metropolen können laut ADAC beispielsweise unterschiedliche Verkehrsangebote und Zielsetzungen städtischer Politik oder eine teilweise marode Verkehrsinfrastruktur sein.