Die Volksbank RheinAhrEifel entsteht

Das fusionierte Kreditinstitut wird seinen Hauptsitz in Bad Neuenahr haben - Kein Stellenabbau geplant - Über Filialschließungen noch nicht entschieden

Maria Laach. "Bündelung der Kräfte" heißt die Strategie, die der Bundesverband deutscher Volks- und Raiffeisenbanken im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hat, um die Wettbewerbsfähigkeit der Genossenschaftsbanken auch in den kommenden Jahren zu sichern. Das Konzept sieht vor, in jeder Marktregion nur eine Bank zu unterhalten.

Mit der Fusion der beiden benachbarten Volksbanken Vulkaneifel und Rhein-Ahr, die die beteiligten Vorstände und Aufsichtsräte einstimmig beschlossen haben, wird das viertgrößte genossenschaftliche Kreditinstitut in Rheinland-Pfalz entstehen. Und unter bundesweit gut 1 700 Volks- und Raiffeisenbanken wird die Volksbank RheinAhrEifel an 45. Stelle rangieren.

"Die angestrebte Fusion bietet im Rahmen einer zukunftsorientierten Geschäftspolitik eine Lösung, die unserer ländlich strukturierten Heimatregion auf Dauer eine leistungsstarke und eigenständige Genossenschaftsbank erhält", erklären Bernhard Kaiser, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Vulkaneifel, und sein Amtskollege der Volksbank Rhein-Ahr, Engelbert Daute.

Beide Banken betreuten seit Jahrzehnten den ländlichen und gewerblichen Mittelstand sowie private Kundschaft von Bad Neuenahr-Ahrweiler bis Daun und von Adenau über Mayen bis Andernach. Gemeinsam wiesen die beiden Häuser zum Jahresende eine Bilanzsumme von 1,24 Milliarden Euro auf. Die Mitgliederzahl beträgt 53 520, die in 81 Geschäftsstellen betreut werden. Durch die Fusion wird keine der insgesamt 587 Stellen abgebaut werden.

"Wir entlassen nicht, wir stellen ein", betont Daute. Den 29 Neueinstellungen im Jahr 2001 sollen weitere folgen. "Allerdings können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts über eventuelle Schließungen von Filialen sagen", so Kaiser. So sei es unredlich, zu behaupten, alle 80 Geschäftsstellen blieben unangetastet.

"Unsere Mitglieder sind die Eigentümer unserer Bank, unsere Ausrichtung erfolgt an den Interessen dieser Menschen. Wir wollen ein Wir-Gefühl in unserer Heimat erzeugen", so Kaiser weiter. Durch die Kombination von hohen technischen Standards und kompetenten Kundenberatern will man die Mitglieder und Kunden der einzelnen Geschäftsbezirke noch effizienter betreuen.

Deshalb bleibe die Volksbank RheinAhrEifel in den Teilmärkten dezentral. Es würden Kompetenz-Zentren errichtet, in denen Service und qualifizierte Beratung nebeneinander angeboten würden.

Um die regionalen Gegebenheiten zu berücksichtigen und Besonderheiten im Geschäftsgebiet zu gewährleisten, bildet die Bank Regionalmärkte: Von den Vertreterversammlungen gewählte Regionale Beiräte sollen mit ihren speziellen Marktkenntnissen die Vorstände unterstützen.

Hauptsitz der Bank wird Bad Neuenahr sein. Die endgültige Entscheidung über die Fusion obliegt den Vertreterversammlungen, die am 23. beziehungsweise 24. April zusammenkommen werden.