Bundesbank-Filiale in der Friedrich-Ebert-Allee geschlossen

Mitarbeiter der Bank der Banken arbeiten nun in Köln

Bonn. (ly) Das Festmahl aus Anlass der Eröffnung einer Reichsbank-Nebenstelle in Bonn fand am 3. Oktober 1892 im Bonner Hotel Royal (heute: Königshof) statt.

Die Schließung der - wie sie später hieß - Bundesbank-Filiale ging jetzt geräuschlos über die Bühne: Am 1. Oktober sind in dieser Filiale in dem markanten Glasbau in der Friedrich-Ebert-Allee 37 die Lichter ausgegangen.

Eine Sprecherin der Deutschen Bundesbank in Frankfurt/Main sagte dem GA auf Anfrage, im Rahmen einer Strukturreform seien aus betriebswirtschaftlichen Gründen von bisher 127 Filialen 80 geschlossen worden - darunter auch Bonn.

Von den 74 hier tätigen Mitarbeitern sei niemand entlassen worden; die meisten Kollegen würden jetzt in der Kölner Filiale arbeiten, von der aus die Bonner Geschäfte weiter geführt werden. Das der Bundesbank gehörende Gebäude an der B 9 werde verkauft, sagte die Sprecherin.

Die Bundesbank sieht sich als "Bank der Banken". Diese bringen dort das eingenommene Bargeld hin oder leihen sich Geld. Künftig müssen sie nach Köln fahren - ebenso Bürger aus der Region Bonn, die bisher in der Friedrich-Ebert-Allee D-Mark gegen Euro umtauschen konnten.