Nach Alno-Pleite

Bonner Küchenhändler schließt Insolvenzverfahren ab

Eine Alno-Musterküche

Eine Alno-Musterküche

BONN. Der von der Pleite des Herstellers Alno in die Existenznot gebrachte Bonner Küchenhändler Reimers hat sein Planinsolvenzverfahren erfolgreich abgeschlossen. Das teilte das Unternehmen mit.

Das Familienunternehmen betreibt seine Filialen in Bonn und Bergisch Gladbach weiter, die Filiale in Sankt Augustin ist bereits geschlossen. Von ehemals 38 Mitarbeitern beschäftigt Reimers heute 26 weiter.

Auch wenn Reimers die Küchen des Alno-Nachfolgeeunternehmens wieder im Sortiment hat, den Namen hat der Unternehmer verbannt: „Wir heißen jetzt nicht mehr Alno, sondern Küchenwelten Reimers“, sagt Uwe Reimers. Um nicht mehr von einem Zulieferer abhängig zu sein, habe das Bonner Unternehmen außerdem weitere Küchenhersteller in sein Sortiment aufgenommen. Frühere Aufträge für Alno-Küchen seien fast vollständig erfüllt worden.

Nach Übernahme durch einen Investor hat der baden-württembergische Küchenhersteller Alno wieder mit der Produktion begonnen. Unter dem Namen Neue Alno GmbH wolle man wieder Küchen ausliefern, hieß es. Gegen die ehemaligen Alno-Chefs ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Betrugs. Offenbar ist das Unternehmen schon deutlich vor dem Insolvenzantrag im Sommer vergangenen Jahres zahlungsunfähig gewesen. ⋌