Technikentwicklung in Bonn

Boge erhält Millionenauftrag von Daimler

Hydrolager des Autozulieferers Boge Elastmetall in einer Werkshalle der Firma in Damme (Niedersachsen). Das Unternehmen entwickelt auch Produkte in Bonn.

Hydrolager des Autozulieferers Boge Elastmetall in einer Werkshalle der Firma in Damme (Niedersachsen). Das Unternehmen entwickelt auch Produkte in Bonn.

Damme. Der Autozulieferer wird Komponenten für Mittel- und S-Klasse von Daimler bauen. Teile davon wurden am Standort Bonn entwickelt.

Der Automobilzulieferer Boge, der auch einen Produktionsstandort in Bonn hat, wird in den kommenden Jahren Komponenten für diverse Fahrzeuge der Mittel- und S-Klasse von Daimler bauen. Wie das Unternehmen mit Hauptsitz in Damme (Niedersachsen) am Freitag mitteilte, hat der neue Großauftrag ein Volumen im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Produziert werden sollen die Teile an den deutschen Standorten in Damme und Simmern, im slowakischen Trnava sowie in Qingpu in China.

Boge soll hydraulisch schaltbare Motorlager und nicht schaltbare Motorlager für den Heckantrieb liefern. Außerdem sind im Lieferpaket Fahrschemellager für die Hinterachse sowie die Querbrücke unter dem Getriebe inklusive Schmiedebrücke und Gummilager im Kunststoffgehäuse enthalten. Diese Lagerintegrierte Getriebeanbindung (Liga) wurde in Bonn entwickelt.

Boge Rubber & Plastics ist der weltweit größte Hersteller von hydraulisch dämpfenden Fahrwerklagern. Seit drei Jahren gehört Boge zu hundert Prozent der chinesischen Zhuzhou Times New Material Technology Corporation (TMT). Der Konzern baut ebenfalls Fahrzeugkomponenten, die Geräusche und Vibrationen von Motor und Antrieb reduzieren helfen.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Boge, das auch in Nord- und Südamerika sowie Australien vertreten ist, einen konsolidierten Jahresumsatz von rund 763 Millionen Euro. In Bonn sind rund 250 Mitarbeiter beschäftigt.