Kommentar zu Mieten von Studentenwohnungen

Bochum statt Bonn

Zwei Studenten lesen Wohnungsanzeigen an einem schwarzen Brett in der Universität München.

Zwei Studenten lesen Wohnungsanzeigen an einem schwarzen Brett in der Universität München.

Bonn. Richtig überraschend sind die Ergebnisse der IW-Studie zum studentischen Wohnen nicht. Aber es gibt ein paar Strategien, mit denen sich verhindern lässt, dass die Miete zu große Teile des eigenen Budgets frisst.

Richtig überraschend sind die Ergebnisse der IW-Studie zum studentischen Wohnen nicht. Denn selbstverständlich gelten für Hochschüler, die auf dem freien Wohnungsmarkt unterwegs sind, dieselben Mechanismen wie für Otto Normalmieter. Das bedeutet: In begehrten Zuzugstädten, zu denen in NRW Bonn und Köln gehören, ist das Wohnungsangebot für alle Mieter knapp, die Preise entsprechend hoch.

Trotzdem gibt es Strategien, mit denen Studenten verhindern können, dass die Miete zu große Teile des Monatsbudgets frisst.

Erster Tipp: Sich frühzeitig beim Studentenwerk für eine subventionierte Wohnung bewerben. Falls das nicht fruchtet: Angesagte Stadtteile meiden und an die Stadtränder oder ins Umland ziehen. Die Kosten fürs Semesterticket sind konstant, den Mietpreis für den Quadratmeter kann man so senken. Dritte Strategie: Einen anderen Studienort wählen: Bochum statt Bonn, Kiel statt Köln. Möglicher Sekundäreffekt: besser ansprechbare Profs, weniger volle Hörsäle und Seminare.

Darauf zu hoffen, dass die anziehende Neubautätigkeit zu Entlastung bei den Mieten führt, scheint dagegen wenig erfolgversprechend. Heutige Erstsemester werden bis dahin ihr Examen längst in der Tasche haben.