Nach Kündigung

Betriebsratsvorsitzender Peter Finger klagt gegen Solarworld

Peter Finger klagt gegen Solarworld.

Peter Finger klagt gegen Solarworld.

Bonn. Der bisherige Betriebsratsvorsitzende Peter Finger klagt gegen Solarworld. Es geht um das neue Unternehmen des Vorstandsvorsitzenden Frank Asbeck.

Das hat sich Peter Finger bisher nicht vorstellen können, dass er einmal vor das Arbeitsgericht ziehen könnte. Doch nachdem der ehemalige langjährige Sprecher der Grünen-Ratsfraktion vom Insolvenzverwalter des insolventen Solarkonzerns Solarworld zu Ende November die Kündigung erhalten hatte, holte Finger sich einen Rechtsbeistand und legte beim Arbeitsgericht Klage gegen die Kündigung ein. Am Montag war Gütetermin vor der dritten Kammer im Arbeitsgericht Bonn.

Ein Ergebnis kam nicht zustande. Die Parteien sehen sich einem Gerichtssprecher zufolge nun im Januar zum Kammertermin wieder. Finger ist seit 15 Jahren bei Solarworld beschäftigt und bis dato Betriebsratsvorsitzender. Mit ihm geklagt hat auch seine Stellvertreterin. Beide wollen in dem neuen Unternehmen „Solarworld Industries GmbH“ des einstigen Solarworld-Vorstandsvorsitzenden Frank Asbeck weiterbeschäftigt werden. Denn aus ihrer Sicht handelt es sich um einen Betriebsübergang, erklärte Finger. Sollte das Arbeitsgericht seiner Klage stattgeben, so Finger, dann müsse das Unternehmen ihn aufgrund seines Sonderkündigungsrechts mindestens bis 2019 weiterbeschäftigen. Die Gegenseite bestreitet laut Gerichtssprecher einen Betriebsübergang.