Neue Strommasten

Amprion ersetzt derzeit im Vorgebirge die alten Leitungen

Noch im Wachstum: Manch alter Strommast im Vorgebirge, wie hier bei Impekoven, wird zurzeit durch einen höheren ersetzt.

ALFTER/BORNHEIM. Der ein oder andere Bürger dürfte sich in den zurückliegenden Tagen gedacht haben, dass es doch eigentlich genügend Strommasten im Vorgebirge gibt. Warum also die Bauarbeiten, wie zum Beispiel in Impekoven, bei denen neue Türme entstehen? Die Amprion GmbH aus Dortmund hat mit dem angekündigten Austausch der Strommasten begonnen. Bekanntlich muss das deutsche Stromnetz erweitert werden.

Die Energie, die neu entstehende Windkraftparks sowie konventionelle Kraftwerke produzieren werden, muss aus dem Norden in den Süden der Republik transportiert werden. Die Leitung beginnt im niedersächsischen Diele. Ab Meppen sei die Amprion GmbH für den Bau zuständig, so Unternehmenssprecher Andreas Preuß auf GA-Anfrage.

Von Wesel aus führt die neue Leitung über Krefeld, Neuss und Köln durch den Rhein-Sieg-Kreis Richtung Bad Neuenahr-Ahrweiler. Endpunkt der neuen Leitungsverbindung ist die Umspannanlage in Weißenthurm bei Koblenz. Zurzeit baut Amprion am Streckenabschnitt zwischen der Umspannanlage in Bornheim-Sechtem und der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz. "Auf rund 27 Kilometern werden 85 neue Masten errichtet, 208 Masten werden demontiert", sagt Preuß. In Alfter entstehen 26 neue Masten, dafür werden 69 abgebaut.

Das Unternehmen erklärt, weshalb weniger Masten mehr Energie transportieren können: Zukünftig werde die mittlere der drei parallel verlaufenden Hochspannungsfreileitungen nicht mehr gebraucht. Das funktioniere, weil Leitungsseile verschiedener Spannungsebenen auf einem Mast übereinander gehängt würden.

Außerdem werden die Leitungen leistungsfähiger gemacht. Geplant sei, die vorhandene 220-Kilovolt-Leitung durch eine neue 380-Kilovolt-Leitung zu ersetzen, so Amprion. Damit die elektromagnetische Strahlung am Boden nicht stärker wird, werden die Masten rund 20 Meter höher sein als die bisherigen. Sie lägen nun "im Mittel bei 56 Metern", sagt der Sprecher.

Nach dem Abbau der einen Leitung verringere sich die Trassenbreite um bis zu 15 Meter. Bis Mitte 2013, so rechnet er, sollen die Arbeiten dauern. Dann werden 30 Millionen Euro verbaut sein. Ab 2015 kann dann die Energie aus dem Norden Deutschlands in den Süden fließen.