Prozess gegen Ex-Leitung des NRW-Landgestüts verschoben

Das Amtsgericht in Warendorf.

Das Amtsgericht in Warendorf.

19.04.2018 Warendorf. Der Prozess gegen drei ehemalige Führungskräfte des Landgestüts Warendorf wird erst nach den Sommerferien fortgesetzt. Geplant war nach dem Prozessauftakt im Januar die Fortsetzung am Montag (23. April). Nach Angaben des Amtsgerichtsdirektors Ralf Kruse gab es aber Schwierigkeiten bei der Terminabsprache und alle bislang festgesetzten fünf Prozesstage wurden gestrichen. Neue Termine sollen jetzt nach der Sommerpause vereinbart werden. Die Staatsanwaltschaft Münster wirft der ehemaligen Leiterin des Landgestüts (53) und dem früheren ersten Hauptberittmeister (54) gemeinschaftliche Vorteilsannahme in vier Fällen vor, dem damaligen stellvertretenden Gestütsleiter (56) Vorteilsannahme in drei Fällen und Untreue.

Laut Anklage soll das Trio ohne das Wissen des Landes eine Beraterfirma gegründet haben, die privat Geschäfte mit einer Reitsporteinrichtung in Katar betrieben hat. Laut Angaben des Anwalts der ehemaligen Leiterin habe es aber durchaus Gespräche mit Vorgesetzten in Düsseldorf über die Nebentätigkeit gegeben. Dazu sollte am Montag ein Vertreter aus dem zuständigen Ministerium befragt werden. (dpa)