Verband: Schwung aus der Zeitarbeits-Branche ist raus

Berlin.  Die Zeitarbeitsbranche rechnet trotz der flauen Konjunktur nicht mit einem Einbruch 2013. Aber der Markt hat sich nach Verbandsangaben doch deutlich beruhigt.
Ein Schild weist den Weg zu einer Zeitarbeitsmesse. Foto: Martin Schutt/Archiv Foto: DPA

"Wir merken seit dem Sommer, dass der Schwung raus ist", sagte der Präsident des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), Volker Enkerts, der "Welt". Zum Jahreswechsel rechnet er mit 800 000 Beschäftigten in der Zeitarbeit, das wären rund 100 000 weniger als noch vor einem Jahr.

"Wir werden 2013 nicht in eine tiefe Rezession fallen", sagte Enkerts. Die Zeiten des zweistelligen Wachstums in der Branche seien zwar vorbei, "aber wir werden uns auf dem gegenwärtigen Niveau halten", erwartet der Verbandschef.

Der befürchtete Einbruch durch die Verteuerung der Zeitarbeit mit der Einführung neuer Branchenzuschläge in der Metall- und Elektroindustrie sei bislang ausgeblieben. "Es ist nicht so, dass die Leute massenhaft zurückgeschickt werden", sagte Enkerts. Die Zeitarbeitsverbände hatten in diesem Jahr erstmals mit der IG Metall und weiteren Gewerkschaften Tarifverträge über gestaffelte Zuschläge vereinbart, mit denen die Zeitarbeiter an das Lohnniveau der Stammarbeiter herangeführt werden sollen. "Die Firmen klagen über die steigenden Preise, aber sie zahlen", so Enkerts.

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