Umfrage: Daimler-Chef verliert Ansehen bei Führungskräften

München.  Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche hat bei anderen deutschen Führungskräften enorm an Ansehen eingebüßt. Der Manager rutschte in der regelmäßigen "Manager nach Noten"-Umfrage des Wiesbadener Unternehmensberaters Manfred Niedner vom dritten auf den 15. und damit letzten Platz.
Die Probleme bei Mercedes schaden Zetsches Image. Foto: Rainer Jensen/ Archiv
							Foto: DPA
Die Probleme bei Mercedes schaden Zetsches Image. Foto: Rainer Jensen/ Archiv Foto: DPA

Ganz vorne liegt zum wiederholten Male VW-Boss Martin Winterkorn mit der Note 1,9. Auf dem zweiten Platz findet sich knapp dahinter BMW-Chef Norbert Reithofer (2,1).

Es sei offenkundig, dass Mercedes im Vergleich mit den beiden Rivalen BMW und Audi derzeit keine gute Figur mache, schreibt Niedner in der der Nachrichtenagentur dpa vorliegenden Umfrage. "Die Verantwortung dafür, dass der Stern aktuell nicht glänzt, trägt nach dem Urteil deutscher Führungskräfte Dieter Zetsche." Zetsche hatte bei der vergangenen Umfrage noch auf dem dritten Platz gelegen.

Dort findet sich inzwischen Bahn-Chef Rüdiger Grube, der sich von Platz sechs aus erheblich verbessern konnte. Grube habe einen schweren Start gehabt. "Mit Geradlinigkeit, Glaubwürdigkeit und hohem persönlichen Einsatz ist es Grube jedoch gelungen, den schwierigen Bahn-Job in den Griff zu bekommen", schreibt Niedner.

Auf dem vorletzten Rang findet sich Siemens-Chef Peter Löscher, der vor einem halben Jahr die rote Laterne trug. "Löscher gilt jedoch weiterhin vielen Führungskräften als die Personifizierung der Probleme bei Siemens", schreibt Niedner. Der Unternehmensberater befragt alle sechs Monate 1000 deutsche Führungskräfte nach ihren Einschätzungen zu 15 ausgewählten Vorstandschefs. Dabei werden Schulnoten von 1 bis 6 vergeben und Durchschnittswerte errechnet.

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