Mini-Jobber sind bei Lohnerhöhungen selten dabei

Wiesbaden.  Menschen mit kleinen Jobs haben in Deutschland die geringsten Aussichten auf Gehaltssteigerungen. Das geht aus einem am Freitag vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Langzeitvergleich der Entgelte verschiedener Berufsgruppen hervor.
Klassischer Niedriglohnbereich: Erntehelfer auf einem Spargelfeld im bayerischen Gachenbach. Foto: Peter Kneffel/Archiv
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Klassischer Niedriglohnbereich: Erntehelfer auf einem Spargelfeld im bayerischen Gachenbach. Foto: Peter Kneffel/Archiv Foto: DPA

Als einziger Gruppe ist es den geringfügig Beschäftigten von 2007 bis 2011 nicht gelungen, die Teuerung von 6,6 Prozent durch höhere Löhne komplett auszugleichen. Sie hatten laut Statistik nur 6,0 mehr Geld in der Tasche, verloren also real Kaufkraft.

Ganz anders sieht das bei den Voll- und Teilzeitbeschäftigten aus, die nominal Steigerungen um 9,2 beziehungsweise 10,3 Prozent und damit Zuwächse bei den Reallöhnen erreichten. Im Schnitt stiegen die Arbeitsentgelte um 9,4 Prozent. Weit darüber lagen die Steigerungen für leitende Arbeitnehmer (+12,4 Prozent) und herausgehobene Fachkräfte (+9,8 Prozent). Selbst angelernte und ungelernte Arbeiter konnten die Inflation noch ausgleichen, sofern sie nicht geringfügig beschäftigt waren.

Alle profitierten von der seit Jahresbeginn 2010 stetig steigenden Lohnentwicklung. Die Reallöhne sind im Jahresvergleich seit elf Quartalen nicht mehr gesunken, teilten die Statistiker mit. Die nominalen Löhne stiegen im Osten (+ 10,7 Prozent) etwas mehr als im Westen (+9,2). Die im Schnitt schlechter bezahlten Frauen holten mit 9,6 Prozent gegenüber den Männern leicht auf, die auf ein Plus von 9,3 Prozent kamen.

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