Last-Minute-Käufer hellen Stimmung im Einzelhandel auf

Berlin.  Viele Menschen kaufen ihre Geschenke erst kurz vor dem Fest. Das ist auch in diesem Jahr so. Begehrt sind vor allem Haushaltsgeräte, aber auch Schmuck, Uhren und Parfüm stehen ganz oben auf dem Wunschzettel. Im Durchschnitt geben die Deutschen 230 Euro für Geschenke aus.
Am Heiligen Abend wurden noch vielerorts geshoppt. Foto: Hendrik Schmidt/Archiv
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Am Heiligen Abend wurden noch vielerorts geshoppt. Foto: Hendrik Schmidt/Archiv Foto: DPA

Last-Minute-Käufer haben an Heiligabend die Stimmung bei den deutschen Einzelhändlern aufgehellt. Viele Kunden kauften ihre Geschenke traditionell erst kurz vor dem Fest, sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Kai Falk, auf dpa-Anfrage. Vor allem Lebensmittel hätten wie erwartet hoch im Kurs gestanden. Auch Haushaltsgeräte, Schmuck, Uhren und Parfüm seien begehrt gewesen.

Das Weihnachtsgeschäft hatte erst in der letzten Woche vor Heiligabend deutlich an Schwung gewonnen. Der Start sei ziemlich verhalten gewesen, berichtete der HDE am vierten Advent. Für eine Gesamtbilanz sei es allerdings noch zu früh. "Außerdem streckt sich der Weihnachtsverkauf noch bis Silvester", erklärte Günter Päts vom HDE. Die Brückentage zwischen Weihnachten und Silvester seien wichtige Einkaufstage, dann würden Gutscheine und Geldgeschenke eingelöst.

Insgesamt rechnet der HDE für November und Dezember mit rund 80,4 Milliarden Euro Umsatz. Das wäre im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von nominal 1,5 Prozent und damit etwas weniger als die Inflationsrate. Wie das Weihnachtsgeschäft unterm Strich genau gelaufen ist, wird frühestens Ende Januar bekanntgegeben.

In der Hauptstadt Berlin erlebten im Weihnachts-Endspurt vor allem viele Parfümerien einen Kundenansturm: "Die Herren der Schöpfung stehen offenbar unter einem enormen Geschenkedruck", sagte Günter Päts, stellvertretender Hauptgeschäftsführer im Handelsverband Berlin-Brandenburg. Der Preis spiele dann oft keine Rolle mehr. Männer kauften einfach, auf lange Beratung legten sie so kurz vorm Fest kaum noch wert. "Das Geschenk muss schließlich her", sagte Günter Päts weiter.

In Hessen ist das Weihnachtsgeschäft nach Ansicht der Einzelhändler gut gelaufen. Der Präsident des Landesverbandes des hessischen Einzelhandels, Friedrich Wagner, sagte dem Radiosender hr-info: "Wir haben in Hessen gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von über zwei Prozent". Nach seinen Angaben sind die Hessen ohnehin ausgabefreudiger als andere Bundesbürger. "Der Hesse gibt im Durchschnitt 256 Euro für Weihnachten aus. Da liegt er deutlich über dem Durchschnitt in Deutschland", sagte Wagner. Dieser liege bei etwa 230 Euro.

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