- Home
- Bonn
- Region
- News
- Sport
- Familie
- Wetter
- Verkehr
- Freizeit
- Anzeigen
- Abo
- Dialog
IWF: Frankreich verfehlt Defizitziel
dpa
Washington/Paris. Der IWF sorgt sich um Frankreich, dessen Wirtschaft in der Krise steckt. Die zweitgrößte Volkswirtschaft des Euro-Raums werde das EU-Defizitziel verfehlen. Der IWF mahnt, Frankreich müsse wettbewerbsfähiger werden.
IWF-Direktorin Christine Lagarde war bis 2011 Wirtschafts- und Finanzministerin Frankreichs. Foto: Everett Kennedy Brown / Archiv Foto: DPA
Das kriselnde Euro-Schwergewicht Frankreich bekommt aus Sicht des Internationalen Währungsfonds sein Defizit nicht in den Griff. Der IWF rechnet damit, dass Frankreich im nächsten Jahr die EU-Defizitgrenze nicht einhalten kann. Wie der Währungsfonds am Freitag (Ortszeit) in Washington mitteilte, erwartet er für das Jahr 2013 ein Defizit in Frankreich von 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung, nach 4,5 Prozent im laufenden Jahr. Frankreich leidet unter fehlendem Wachstum und hoher Arbeitslosigkeit. Der IWF mahnte, Frankreich müsse wettbewerbsfähiger werden.
Auch die EU-Kommission hatte Anfang November davor gewarnt, dass Paris daran scheitern könnte, im nächsten Jahr die Maastrichter Defizitmarke von drei Prozent einzuhalten. Frankreich werde im kommenden Jahr beim Defizit auf 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung kommen. EU-Währungskommissar Olli Rehn will aber erst im kommenden Jahr entscheiden, ob er eingreift. Die Kommission kann Defizitsünder mit Geldbußen zwingen, auf Sparkurs zu blieben. Die französische Regierung hatte mehrfach betont, im nächsten Jahr das Defizitziel von 3 Prozent zu erreichen.
Der IWF schätzt das Wirtschaftswachstum in Frankreich für das Jahr 2012 auf 0,2 Prozent, für das kommende Jahr auf 0,4 Prozent. Der Wirtschaftsausblick spiegele angesichts der Schuldenkrise die allgemeine Schwäche in Europa wider. Behindert werde die Erholung in Frankreich jedoch auch durch eine mangelnde Wettbewerbsfähigkeit. Der Exportanteil gehe stetig zurück. Als positiv hob der IWF hervor, dass die Investoren dennoch Vertrauen in Frankreich hätten.
Frankreichs Wirtschaftsminister Pierre Moscovici stimmte dem Bericht des IWF größtenteils zu. Die anhaltende Wirtschaftsflaute in der Eurozone und die seit zehn Jahren bestehende mangelnde Wettbewerbsfähigkeit seien die Haupthindernisse für Frankreichs Wirtschaftswachstum, teilte der Minister nach der Veröffentlichung des IWF-Jahresberichts mit.
In einem Sondergutachten hatte der frühere Chef des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, Louis Gallois, im November die Schwäche der französischen Wirtschaft aufgezeigt. So sank der Anteil der Industrie an der Gesamtwertschöpfung in den vergangenen Jahren deutlich, im Gegensatz zu Deutschland. Die Handelsbilanz verschlechterte sich ebenfalls deutlich.
Die Wirtschaft in der zweitgrößten Volkswirtschaft des Euro-Raums stagniert seit längerem. Die französische Regierung reagierte und will Strukturreformen angehen. Mit massiven Steuererleichterungen für Unternehmen sollen Wettbewerbsdefizite ausgeglichen werden.
Artikel vom 22.12.2012
Wirtschaft
Leserfavoriten
- Von Sonntag bis Montag Wetterdienst warnt vor ergiebigem Regen in Bonn und der Region
- Ludwig-Erhard-Allee Mehrere Leichtverletzte bei Auffahrunfall
- Bonner Innenstadt Kradfahrer bei Unfall verletzt
- Wetter in Bonn und der Region Viel Regen und mäßige Temperaturen an Pfingsten
- Pilotversuch Telekom prüft Verzicht auf feste Leitungen
- Ladkreis Neuwied Motorradfahrer prallt gegen Felswand und stirbt
- 150.000 Euro Schaden Feuer in der Altstadt von Andernach
- Neunkirchen-Seelscheid 19-Jähriger rast gegen Baum und Laterne - zwei Schwerverletzte
- Rhein-Erft-Kreis 49-Jähriger nach Streit von Auto umgefahren
- Königswinter Vorfahrt missachtet: Hoher Sachschaden
- Telekom Baskets 80:89 in Oldenburg - Bonn scheidet in den Play-offs aus
- 1. FC Köln Eichin: Stanislawski-Rücktritt hat nichts mit Werder zu tun
- 1. FC Köln 3:0 - Geißböcke gewinnen in Ingolstadt
- 1. FC Köln Holger Stanislawski verlässt Geißböcke zum Saisonende
- 1. FC Köln II Aufstiegschancen der Landesliga-Zweiten sind in Gefahr


