- Home
- Bonn
- Region
- News
- Sport
- Familie
- Wetter
- Verkehr
- Freizeit
- Anzeigen
- Abo
- Dialog
Von der Leyen fordert Aufklärung bei Amazon
dpa
Berlin/München. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat Aufklärung über die Arbeitsbedingungen von Saisonarbeitern beim Internet-Versandhändler Amazon gefordert.
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen spricht vor der Presse im Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Berlin. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv Foto: DPA
"Der Verdacht wiegt schwer, deswegen müssen jetzt so schnell wie möglich alle Fakten auf den Tisch", sagte die Ministerin der "Welt am Sonntag". Sie warnte die Leiharbeitsfirma, die mit Amazon zusammenarbeitet, vor einem Lizenzentzug: "Sollte die Sonderprüfung ergeben, dass an den Vorwürfen gegen die Leiharbeitsfirma etwas dran ist, dann steht die Lizenz auf dem Spiel."
Auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) forderte nach Angaben der Staatskanzlei in Wiesbaden Aufklärung. In der ARD-Dokumentation waren die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Leiharbeiter am hessischen Amazon-Standort Bad Hersfeld gezeigt worden.
Der private Sicherheitsdienst Hensel European Security Services, der die zumeist ausländischen Mitarbeiter dem Bericht zufolge schikaniert haben soll, wehrte sich in einer Pressemitteilung gegen die Vorwürfe: "Den Vorwurf, unser Unternehmen pflege rechtsradikale Ansichten oder unterstütze diese, weisen wir zurück." Der Amazon-Subunternehmer bestätigte, Zimmerdurchsuchungen durchgeführt zu haben. Die Durchsuchungen seien zur "Dokumentation etwaiger Beschädigungen oder abhandengekommener Sachen" im Einvernehmen mit dem Hotelbetreiber erfolgt und nicht rechtswidrig. Es gehöre zum Auftrag des Sicherheitsdienstes, "Hoteleigentum der unterbringenden Gastwirte vor Diebstahl und Beschädigung zu schützen."
Der ARD-Film hatte unter anderem gezeigt, wie Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma die Leiharbeiter und das Film-Team bedrängten und Zimmer durchsuchten. Die Gewerkschaft Verdi wirft dem Konzern schon seit längerem vor, gerade Saisonkräfte schlecht zu bezahlen und etwa mit strengen Kontrollen und Überwachung zu gängeln. Amazon hatte angekündigt, die Vorwürfe zu prüfen. Am Samstag war bei dem Unternehmen niemand für eine ergänzende Stellungnahme zu erreichen.
Artikel vom 16.02.2013
Leserfavoriten
- Villemombler Straße/Schieffelingsweg Auf der Kreuzung klafft ein riesiges Loch
- Roland Beuge "Trödel-King" feiert Comeback auf dem Rheinauen-Flohmarkt
- Bahnhof in Beuel Waggon eines Autoreisezugs brannte
- Rheinaue Zwei Überfälle innerhalb von fünf Minuten
- Trajektknoten Bonn Abschlussarbeiten liegen im Zeitplan
- Oberwinter Feuer an der B9 sorgte für Verkehrsbehinderungen
- Überfall am Fühlinger See Unbekannte schlugen und beraubten ihre Opfer
- Europawoche in Hennef Zehntausende erleben in der Innenstadt ein Fest
- Unfall in Rheinbach-Flerzheim Motorradfahrer bricht sich das Bein
- "Ärztival" in Köln Die "Ärzte" gaben unter freiem Himmel alles
- Held der Parklücke Siegener Student wird zum Facebook-Star
- Sonnenstrahlen satt Kurzes Hitze-Intermezzo lässt NRW brutzeln
- Wetter Heißester Tag und Tropennächte erwartet
- "Fisch seines Lebens" Spree-Fischer fängt 2,25 Meter großen Wels
- Das volle Programm Volltrunkener ohne Führerschein baut mit abgemeldetem Auto Unfall
- Parteikonvent der SPD Steinbrücks Frau redet Klartext - und rührt ihren Mann
- Deiche weiter in Gefahr - Merkel bekräftigt Hilfspläne
- Rainer Brüderle Der lädierte Kandidat - Brüderle nach Sturz in Klinik
- Spiegel-Bericht Regierung für Verbot von Mentholzigaretten
- Ankara droht Demonstranten erstmals mit Armee
- DFB-Pokal Kuriosum bei Auslosung: Los von RB Leipzig zurückgelegt
- Badminton Marc Zwiebler unterliegt nur der Nummer eins
- Europawochelauf in Hennef Mehr als 2000 Teilnehmer - Fabianowski gewinnt Halbmarathon vor Schlegel
- Landesliga-Partie zwischen VfL Rheinbach und VfL Leverkusen Manipulationsvorwurf bleibt - Kammer vertagt Verhandlung
- Folgenschweres EM-Aus der Handballer


